• vom 14.07.2017, 13:45 Uhr

Weltpolitik

Update: 14.07.2017, 14:04 Uhr

Frankreich

Donald Trump als Ehrengast




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Frankreich erinnert am Nationalfeiertag an den Sturm auf die Bastille und gedenkt der Opfer von Nizza.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) und US-Präsident Donald Trump (rechts) am französischen Nationalfeiertag in Paris. - © APAweb / AFP, Alain Jocard

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) und US-Präsident Donald Trump (rechts) am französischen Nationalfeiertag in Paris. © APAweb / AFP, Alain Jocard

Paris/Washington. Mit einer prunkvollen Militärparade und US-Präsident Donald Trump als Ehrengast hat Frankreich seinen Nationalfeiertag zelebriert. Der französische Staatschef Emmanuel Macron und Trump nahmen am Freitag gemeinsam die traditionelle Parade auf den Pariser Champs-Elysees ab. Erinnert wurde dabei auch an den Lkw-Anschlag von Nizza vor einem Jahr mit 86 Toten.

Stechschritt über die Champs-Elysees

Mehr als 3.700 Soldaten marschierten im Stechschritt über die Champs-Elysees. Mehr als 200 Militärfahrzeuge wie Panzer und Lastwagen rollten über das Pflaster, während Hubschrauber und Kampfjets über den Prachtboulevard hinwegflogen. Die französische Kunstflugstaffel Patrouille de France zeichnete die blau-weiß-rote Tricolore in den Himmel.

Zuvor war Macron, begleitet von Reitern der Republikanischen Garde, in einem offenen Militärjeep die Champs-Elysees entlanggefahren und hatte den auf den Gehsteigen versammelten Franzosen zugewunken. Der Parade wohnte er dann an Trumps Seite auf der Ehrentribüne auf dem Concorde-Platz bei, zusammen mit seiner Ehefrau Brigitte und Trumps Ehefrau Melania.

Erinnerung an den Eintritt der USA in den Weltkrieg

An der Militärparade nahmen auch US-Soldaten in Uniformen des Ersten Weltkriegs teil. Damit wurde an den Eintritt der USA in den Weltkrieg vor hundert Jahren erinnert - der Anlass für die Einladung Trumps zum 14. Juli. Trump war der erste US-Präsident seit George Bush im Jahr 1989, der einer Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beiwohnte.

In einer kurzen Ansprache würdigte Macron die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Frankreich habe in den USA stets "sichere Verbündete gefunden, Freunde, die uns zur Hilfe geeilt sind". "Nichts wird uns jemals trennen."

Terrorismus, Handel und Klimawandel

Trump hatte seinen zweitägigen Paris-Besuch am Donnerstag begonnen und mit Macron über eine Reihe politischer Themen wie den Kampf gegen den Terrorismus, den Handel und den Klimawandel gesprochen. Die Einladung des US-Präsidenten zum französischen Nationalfeiertag war in Frankreich nicht unumstritten. Macron hob aber wiederholt die Notwendigkeit eines engen Dialogs und einer guten Zusammenarbeit mit den USA hervor - trotz der "Meinungsverschiedenheiten" unter anderem beim Klimaschutz.

"Die Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump und seiner Ehefrau heute an meiner Seite ist das Zeichen einer unvergänglichen Freundschaft", sagte Macron am Freitag. Trump twitterte nach seiner Abfahrt: "Es war eine große Ehre, die Vereinigten Staaten bei der großartigen Parade zum Nationalfeiertag zu vertreten. Glückwunsch, Präsident Emmanuel Macron!"

Frankreich erinnert jedes Jahr am 14. Juli an den Sturm auf das Pariser Bastille-Gefängnis zu Beginn der französischen Revolution 1789. Bei der diesjährigen Militärparade wurde aber auch des Anschlags von Nizza mit 86 Toten vor genau einem Jahr gedacht. Eine Militärkapelle spielte die Nizza-Hymne "Nissa la bella", die Musiker bildeten dabei das Wort Nizza.

Am Abend des 14. Juli 2016 war ein Mann in der südfranzösischen Hafenstadt mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 450 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) beanspruchte den Anschlag für sich.

In Nizza wird am Nachmittag mit einer Trauerzeremonie der Opfer gedacht. Die Trauerrede hält Macron.

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Frankreich, Nationalfeiertag

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Dokument erstellt am 2017-07-14 13:47:39
Letzte ńnderung am 2017-07-14 14:04:43




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