• vom 17.07.2017, 16:18 Uhr

Weltpolitik


Katar

Emirate weisen Verwicklung in Hackerangriff zurück




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Von WZ Online, APA, Reuters

  • Bericht über Beteiligung an Cyberangriff sei falsch - "wir werden weiter an Sanktionsschraube drehen".

London. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bestreiten jede Verantwortung für einen Hackerangriff auf Katar, der die jüngste diplomatische Krise auslöste. "Der Bericht der 'Washington Post' von heute, dass wir die Katarer selbst gehackt haben, ist auch falsch", sagte der Staatsminister im Außenministeriums der VAE, Anwar Gargash, am Montag in London.

Iran kappte die Beziehung zu Katar

Gargash kündigte weitere Sanktionen gegen Katar an, zu dem die VAE, Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten die diplomatischen Beziehungen abgebrochen haben. Darüber liefen derzeit Gespräche.

Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, war im Mai in sozialen Netzwerken und auf Nachrichtensites mit positiven Bemerkungen über die radialislamische Hamas und den Iran zitiert worden. In der Folge kappten Saudi-Arabien - der größte Rivale des Iran in der Region und drei weitere Staaten ihre Verbindungen zu Katar. Dessen Regierung hatte noch im Mai einen Hackerangriff für die Zitate verantwortlich gemacht.

Bericht der "Washington Post"

Die "Washington Post" berichtete am Sonntag unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter, hochrangige VAE-Regierungsvertreter hätten die Cyberattacke am 23. Mai diskutiert, einen Tag vor der Ausführung. Es sei dabei unklar, ob die VAE den Angriff selbst vorgenommen oder in Auftrag gegeben hätten. Die Geheimdienstler hätten in der vergangenen Woche von dem Vorgang Kenntnis gewonnen.

Gargash forderte eine regionale Lösung des Streits und eine internationale Beobachtung des Emirats. "Wir müssen sicherstellen, dass Katar, ein Staat mit Reserven von 300 Milliarden Dollar, nicht länger offiziell oder inoffiziell Jihadisten und Terroristen unterstützt", sagte der Staatsminister. Es gebe Anzeichen dafür, dass der Druck der vier Staaten auf Katar Wirkung zeige. Die vier Länder seien bereit, das noch lange fortzusetzen.

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Dokument erstellt am 2017-07-17 16:21:22




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