• vom 12.08.2017, 00:44 Uhr

Weltpolitik

Update: 12.08.2017, 06:28 Uhr

Regierungspolitik

Trump erwägt militärische Reaktion auf Krise in Venezuela

apa.at



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Von mri/vef


    US-Präsident Donald Trump schließt eine militärische Antwort auf die Krise in Venezuela nicht aus. Es gebe mehrere Möglichkeiten, "darunter eine militärische Option, falls nötig", sagte Trump am Freitag in New Jersey. Er nannte die Lage in dem südamerikanischen Land "sehr gefährlich".

    Allerdings blieben Trumps Äußerungen vage. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, es habe bezüglich Venezuela keine Befehle erhalten.

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    Trump hatte in den vergangenen Tagen bereits im Konflikt mit Nordkorea den Ton verschärft, am Freitag drohte er Pjöngjang mit einem Militäreinsatz. Seine Warnung an Venezuela fiel weniger deutlich aus.

    "Wir haben Truppen auf der ganzen Welt, an weit entfernten Orten. Venezuela ist nicht sehr weit weg und die Menschen dort leiden und sterben", sagte Trump nach Beratungen mit US-Außenminister Rex Tillerson und der UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in seinem Golfklub in Bedminster.

    Konkrete Pläne für ein militärisches Eingreifen in Venezuela gibt es aber offenbar noch nicht. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es noch keine entsprechenden Anweisungen aus dem Weißen Haus. Das US-Militär stehe aber bereit, die nationalen Interessen und die von US-Bürgern zu verteidigen. Unterstellungen Venezuelas über eine geplante US-Invasion entbehrten jeder Grundlage.

    Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino bezeichnete die Drohung Trumps als "verrückt". Die Regierung in Caracas hat den USA wiederholt vorgeworfen, eine Invasion zu planen.

    In dem unter einer schweren Wirtschaftskrise leidenden Land ist ein Machtkampf zwischen der linken Regierung unter Maduro und der Opposition entbrannt. Regierungsfeindliche Kräfte erbeuteten Waffen aus einem Militärstützpunkt. Mindestens 125 Menschen wurden bei den politischen Unruhen seit Anfang April getötet.

    Am vergangenen Sonntag wurde eine Militärbasis in der Nähe der Stadt Valencia angegriffen. Die Verantwortlichen für die "paramilitärische und terroristische" Attacke wurden nun festgenommen, erklärte Verteidigungsminister Vladimir Padrino am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es handle sich um den Hauptmann Juan Caguaripano und den Oberleutnant Jefferson Garcia. Sie würden eine "exemplarische Strafe" erhalten, kündigte Padrino an. 20 Männer in Uniform hatten am Sonntag einen Stützpunkt in Valencia im Nordwesten des Landes angegriffen. Zwei Angreifer wurden nach Angaben der Regierung bei mehrstündigen Gefechten mit der Armee getötet und acht weitere festgenommen. Caguaripano und Garcia konnten entkommen.

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    Dokument erstellt am 2017-08-12 00:44:03
    Letzte nderung am 2017-08-12 06:28:03




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