• vom 28.08.2017, 19:14 Uhr

Weltpolitik

Update: 28.08.2017, 19:45 Uhr

Homo Sapiens

Leben im Anthropozän - Neue Regeln dringend gesucht




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  • Der Mensch verändert die Erde wie nie zuvor - und stellt sich damit selbst laufend vor neue schwierige Herausforderungen.


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"Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet": Diese Aufforderung des Schöpfers aus dem Buch Genesis haben die Menschen wörtlich genommen. Womöglich sogar allzu wörtlich.

Nie zuvor seit dem ersten Auftreten des Homo sapiens hat der Mensch die Erde sich dermaßen untertan gemacht und sie so stark verändert wie heute. Und nie zuvor stellt uns unser eigenes Handeln vor so enorme Herausforderungen: Die CO2-Emissionen treiben die Erderwärmung voran, der weltweite Ressourcenverbrauch steigt - und übersteigt eigentlich schon die Kapazitäten des blauen Planeten. Geologen haben deshalb das Erdzeitalter, in dem wir leben, nach dem Menschen benannt und Anthropozän getauft.

Dessen Beginn haben sie mit dem "Manhattan-Projekt", dem ersten Test einer Atombombe 1945, verknüpft. Und seither geht es rasant weiter: In Zeiten von Industrialisierung und Digitalisierung ist die Menschheit mit Plastikmüll, der die Ozeane zerstört, Dürrekatastrophen, einem steigenden Meeresspiegel und Luftverschmutzung konfrontiert.

Doch was sollen wir gegen die von uns verschuldeten Herausforderungen unternehmen? Eine globale Herangehensweise wäre sinnvoll und wünschenswert, jedoch fehlt es dazu an politischen Systemen, um die Verantwortung wahrzunehmen. Die Vereinten Nationen, die dafür am ehesten prädestiniert wären, sind zahn- und hilflos. Experten wie der Umweltwissenschafter Vaclav Smil und der Ökologe Fridolin Krausmann fordern, dass sich die Industriestaaten beim Ressourcenverbrauch einschränken und massiv in grüne Technologien investieren sollten.

Die Ökonomin Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien ist jedenfalls überzeugt: Im Anthropozän braucht es auch neue ökonomische Regeln. Und Klimaexperte Alexander Orlik von der Hohen Warte in Wien würde sich mehr urbanes Grün wünschen. Denn die zunehmende Bodenversiegelung durch Beton verändere das Klima mit.

Hier geht es zu den einzelnen Themen:

Ressourcenverbrauch: Die Geister, die wir riefen
Bodenversiegelung: "Es geht um die Anpassungsintelligenz"
Die Rolle der Städte: Die neuen Herrscher
Wintersport in Zeiten des Klimawandels: Schneller, höher - schneeärmer?
Neue Herausforderungen im Anthropozän: Der Mensch als Gott
Plastikmüll im Meer: Der kranke Titan
Die Rache der Natur: Die Erde ist sauer
Gastkommentar: Die neue Ökonomie

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Schlagwörter

Homo Sapiens, Anthropozän

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-28 18:18:05
Letzte nderung am 2017-08-28 19:45:07




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