• vom 13.09.2017, 22:31 Uhr

Weltpolitik


Burma

Al-Kaida droht Myanmar wegen Gewalt an Rohingya




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    Rangon (Rangun)/Dhaka. Die Extremistenorganisation Al-Kaida hat Myanmar wegen der Gewalt gegen die muslimische Rohingya-Minderheit mit "Bestrafung" gedroht. "Die Regierung von Myanmar soll das zu spüren bekommen, was unsere muslimischen Brüder gespürt haben", erklärten die Islamisten der Beobachtergruppe Site zufolge.

    Die Anhänger in Bangladesch, Indien, Pakistan und den Philippinen seien aufgerufen, den Rohingya zu helfen. Auslöser der jüngsten Unruhen waren koordinierte Rebellenangriffe am 25. August auf dutzende Polizeiwachen sowie eine Armeekaserne. Die Regierung des Landes geht seither nach eigenen Angaben gegen "Terroristen" vor, die sie für die Angriffe verantwortlich macht. Die Vereinten Nationen sprechen dagegen von einem Vorgehen gegen die Rohingya nach einem "Lehrbuch für ethnische Säuberungen". Bisher sind nach UNO-Angaben etwa 400.000 Rohingya aus Myanmar in das benachbarte Bangladesch geflohen. Voraussichtlich am Mittwoch tritt der UNO-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen zusammen, um über die Eskalation der Gewalt zu sprechen.


    Flucht nach Bangladesh
    Auf der Flucht vor dem Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee sind erneut mehrere Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen. Bei den sieben Toten, die am Mittwoch an der Küste von Bangladesch gefunden wurden, handle es sich vermutlich um Angehörige der muslimischen Minderheit, teilte der Grenzschutz von Bangladesch mit. Damit stieg die Zahl der Menschen, die seit Ende August vor der Gewalt im Bundesstaat Rakhine in Myanmar flohen und dabei zu Tode kamen, nach Polizeiangaben auf mindestens 99. Unter den sieben Toten seien auch Kinder, sagte ein Grenzschützer der AFP.

    In Bangladesch treffen täglich Boote ein, welche die Route über den Naf-Fluss oder den Golf von Bengalen genommen haben - meist sind sie völlig unzureichend für die gefährliche Überfahrt.




    Schlagwörter

    Burma, Myabnar, Al-Kaida, Rohingya

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    Dokument erstellt am 2017-09-13 18:51:02




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