• vom 15.09.2017, 07:31 Uhr

Weltpolitik

Update: 15.09.2017, 12:35 Uhr

USA

Trump ist "froh"




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Von WZ Online, APA

  • US-Präsident unterzeichnet Resolution gegen Rassismus, kritisiert jedoch wieder die Anti-Faschisten.

Auf die Aussagen des US-Präsidenten folgten Demonstrationen, wie in Boston Anfang September.  - © APAweb/AFP, Paul J. Richards

Auf die Aussagen des US-Präsidenten folgten Demonstrationen, wie in Boston Anfang September. 
© APAweb/AFP, Paul J. Richards

Washington. Wenige Wochen nach seinen zweideutigen Äußerungen über die rassistische Gewalt in Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump eine Resolution gegen Rassismus und Hasskriminalität unterzeichnet. Er sei "froh", das Dokument zu unterzeichnen, so Trump. "Als Amerikaner verurteilen wir die jüngste Gewalt in Charlottesville und lehnen Hass, Fanatismus und Rassismus in allen Formen ab", hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

Trump relativiert mit Aussage gegen Anti-Faschisten

Senat und Repräsentantenhaus hatten Trump zu einer klaren und harten Haltung gegen Rassismus aufgefordert. Die zuvor von beiden Kammern des US-Kongresses gebilligte Resolution verurteilt "weiße Nationalisten, weiße Rassisten, den Ku Klux Klan, Neo-Nazis und andere Hassgruppen".

Trump schlägt jedoch erneut auch in die andere Richtung aus. Auch bei den anti-faschistischen Gruppen gebe es "einige ziemlich üble Kerle", sagte er am Donnerstag zu Journalisten an Bord der Air Force One. Das habe die jüngste Entwicklung gezeigt.

Neonazi fuhr mit Auto in Menge

In Charlottesville im Bundesstaat Virginia war Mitte August bei einer gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen für den Erhalt eines Denkmals für einen Südstaatengeneral eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr. Trump war im In- und Ausland kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte.

Zwei Tage später verurteilte er die Gewalt rechtsextremer Gruppen schließlich als "abstoßend" - kehrte aber einen Tag später zu seiner vorherigen Rhetorik zurück, mit der er das Verhalten der Rechtsextremisten und der Gegendemonstranten auf eine Stufe stellte. Auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen, sagte er. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident für sein Verhalten gefeiert.





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USA, Donald Trump

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Dokument erstellt am 2017-09-15 07:33:06
Letzte Änderung am 2017-09-15 12:35:48




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