• vom 18.09.2017, 18:16 Uhr

Weltpolitik

Update: 19.09.2017, 10:27 Uhr

UNO

Trump tritt erstmals vor die Weltgemeinschaft




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Im Vorfeld der UN-Generaldebatte in New York fordert der US-Präsident Einsparungen beim UN-Budget.

Trump hielt sich am Montag an den Text, den ihm Botschafterin Haley (r.) vorgegeben hatte.

Trump hielt sich am Montag an den Text, den ihm Botschafterin Haley (r.) vorgegeben hatte.© reuters Trump hielt sich am Montag an den Text, den ihm Botschafterin Haley (r.) vorgegeben hatte.© reuters

New York/Washington. In New York fällt der Startschuss zur UN-Generaldebatte 2017, mit großer Spannung wird dabei der erste Auftritt von US-Präsident Donald Trump erwartet. Der mächtigste Mann der Welt will Pläne zur Reform der Weltorganisation präsentieren, unter anderem soll das UN-Budget deutlich eingedampft werden. Das hat bereits im Vorfeld für viel Kritik gesorgt und Moskau kündigte bereits an, die US-Pläne nicht mittragen zu wollen: Eine Reform könne nur durch Dialog aller Mitglieder herbeigeführt werden und nicht durch Unterzeichnung einer von einem einzigen Land vorgelegten Erklärung.

Zudem soll der Atomstreit mit Nordkorea im Zentrum zahlloser Meetings in New York stehen. Pjöngjang hat die USA, Japan und Südkorea mit wiederholten Raketentests provoziert, die UNO hat zuletzt Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Vor allem in Südkorea ist man beunruhigt, ein Krieg mit dem kommunistischen Norden würde hier enorme Opfer fordern. Dabei geht es nicht nur um das nukleare Damoklesschwert - tausende nordkoreanischen Geschütze sind auf Seoul gerichtet.


Im Vorfeld der Generaldebatte berief der Isolationist Trump ein hochrangiges Treffen ein, um eine Reform der UNO zu debattieren. Ziel ist eine politische Absichtserklärung, die möglichst viele der 193 Mitgliedstaaten unterzeichnen sollen. Flankiert von US-Botschafterin Nikki Haley rief Trump zu "größerer Transparenz und Berechenbarkeit bei benötigten Ressourcen" auf. Trump hielt sich an den Redetext, der ihm von Haley vorgelegt wurde. UN-Generalsekretär Antonio Guterres erwiderte, dass die UN flexibler und effizienter arbeiten müsse. Die beiden sehr unterschiedlichen Politiker waren sichtlich um die Schaffung eines freundlichen Gesprächsklimas bemüht.

Außerdem wollen sich die in New York versammelten Staats- und Regierungschefs mit dem Klimaschutz befassen. Trump hat im Juli erklärt, sich die Tür für einen Verbleib im Pariser Klimaabkommen offen zu halten. US-Außenminister Rex Tillerson hat zuletzt Bereitschaft zum Einlenken angedeutet. "Wir möchten produktiv sein, wir möchten hilfreich sein", so Tillerson gegenüber dem US-Sender CBS. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Gary Cohn, prüfe eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern beim Klimaschutz.

Trump hatte im Juni angekündigt, dass sein Land sich aus dem Pariser Abkommen zurückzieht. Er argumentierte, das von fast 200 Staaten unterzeichnete Abkommen begünstige Länder wie China und Indien auf Kosten der Vereinigten Staaten und koste sein Land Jobs. Mit dem 2015 geschlossenen Abkommen soll die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter beschränkt werden.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Schlagwörter

UNO, Donald Trump

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-18 18:21:05
Letzte ńnderung am 2017-09-19 10:27:18




Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Explosion war versuchter Terroranschlag
  2. "Spannungen wären ein Geschenk an Extremisten"
  3. Auf den Hund gekommen
  4. Maduro schließt Opposition von Präsidentenwahl aus
  5. Größtes Feuer in Südkalifornien wächst wieder
  6. Türkei stimmt Rücknahme von Flüchtlingen aus Griechenland zu
  7. Netanyahu unter Druck


Werbung


Werbung