• vom 19.09.2017, 16:33 Uhr

Weltpolitik

Update: 19.09.2017, 17:16 Uhr

UNO

Trump droht Nordkorea mit totaler Vernichtung




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Von WZ Online, APA, afp, dpa

  • In seiner Antrittsrede teilt der US-Präsident gegen Nordkorea und den "Schurkenstaat" Iran aus.

Donald Trump spricht das erste Mal vor der UNO-Vollversammlung und teilt kräftig aus - vor allem gegen Nordkorea und den Iran.

Donald Trump spricht das erste Mal vor der UNO-Vollversammlung und teilt kräftig aus - vor allem gegen Nordkorea und den Iran.© APA, ap, Evan Vucci Donald Trump spricht das erste Mal vor der UNO-Vollversammlung und teilt kräftig aus - vor allem gegen Nordkorea und den Iran.© APA, ap, Evan Vucci

New York/Washington. In seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump seine Vorstellung von einer nationalstaatlich ausgerichteten Weltordnung erläutert. In der Außenpolitik werde er sich konsequent am Eigeninteresse der USA orientieren: "So lange ich dieses Amt bekleide, werde ich die Interessen Amerikas vor allen anderen verteidigen", sagte Trump.

Ihm schwebe eine Weltordnung vor, in der selbstbestimmte und starke Staaten im eigenen Interesse zusammenarbeiten. "Indem wir die Verpflichtungen gegenüber unseren Nationen erfüllen, erkenne wir auch an, dass es in aller Interesse ist, eine Zukunft anzustreben, in der alle Nationen souverän, wohlhabend und sicher sein können", sagte der Präsident, der im Wahlkampf mit dem Slogan "America First" ("Amerika zuerst") für sich geworben hatte.

Seine Vision stehe nicht im Widerspruch zu den Zielen der Vereinten Nationen, argumentierte Trump. "Amerika tut mehr als nur für die Werte der Charta der Vereinten Nationen zu sprechen", sagte er. "Unsere Bürger haben den höchsten Preis gezahlt, um unsere Freiheit und die Freiheit vieler Nationen, die hier in diesem Saal versammelt sind, zu verteidigen."

Die Welt befindet sich nach Ansicht Trumps an einem Scheideweg. "Wir treffen uns hier in einer Zeit immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren." Trump nannte als Risiken den internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. "Wir können die Welt zu neuen Höhen führen, oder sie in ein Tal fallen lassen, in dem sie nicht repariert werden kann."

"Verkommenes Regime"

Der US-Präsident hat im Konflikt um das nordkoreanische Raketenprogramm mit dem massiven Einsatz des US-Militärs gedroht. Die USA würden das asiatische Land "völlig zerstören", wenn Pjöngjang nicht nachgebe, warnte er am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime".

"Die Denuklearisierung ist der einzige gangbare Weg", sagte Trump. "Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld", sagte Trump. Wenn die USA aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea zerstören. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte der US-Präsident in Bezug auf den nordkoreanischen Führer Kim Jong-Un.

Trump spricht von "Schurkenstaat" Iran

Scharf attackiert hat Donald Trump auch den Iran. Das Land sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt, sagte er. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen.

Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden.

Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA.

Nach Trump wurden am Dienstag unter anderem Reden von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Israels Premier Benjamin Netanjahu erwartet.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-19 16:34:20
Letzte ńnderung am 2017-09-19 17:16:48




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