• vom 19.09.2017, 18:05 Uhr

Weltpolitik

Update: 20.09.2017, 09:47 Uhr

UNO

Verbales Trommelfeuer gegen "Schurkenstaaten"




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Von Michael Schmölzer

  • Der US-Präsident identifizierte vor dem UN-Plenum die Bösen und bezeichnete den Iran als "mörderisches Regime".

US-Präsident Trump nannte vor der UN-Vollversammlung die"Feinde der Welt" beim Namen. - © APA, Reuters, Eduardo Munoz

US-Präsident Trump nannte vor der UN-Vollversammlung die"Feinde der Welt" beim Namen. © APA, Reuters, Eduardo Munoz

NewYork/Wien. Donald Trump trat am Dienstag mit einer aggressiven Rede vor die Weltgemeinschaft. Der US-Präsident meinte, man habe keine andere Wahl, als Nordkorea "völlig zu zerstören", sollten die USA bedroht werden. Mit diplomatischen Floskeln hielt sich Trump auch in der Folge nicht auf: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un nannte er "Raketenmann", der auf einer Selbstmordmission für sich selbst und sein Regime sei. Trump bezeichnete Nordkorea als "Schurkenstaat"; die fortgesetzten Raketentestes seien eine Bedrohung für die gesamte Welt. Es sei jetzt für alle Länder an der Zeit, das Regime in Pjöngjang gemeinsam zu isolieren, bis dieses sein feindseliges Verhalten einstelle.

Auch der Iran wurde vom US-Präsidenten nicht geschont. Die Regierung in Teheran sei "mörderisch", der Atomdeal mit dem Regime sei "die schlechteste und einseitigste Vereinbarung", auf die sich die Vereinigten Staaten von Amerika jemals eingelassen hätten. Dann rief Trump Teheran auf, alle gefangenen US-Bürger zu befreien. Das Nuklearabkommen, das unter seinem Amtsvorgänger Barack Obama geschlossen worden war, sei "eine Schande" für die USA - doch sei das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.


Den Terror werde man stoppen, es sei an der Zeit, die Länder beim Namen zu nennen, die Gruppen wie die Al-Kaida und Hisbollah unterstützen würden. Der Iran, so Trump, sei ein wirtschaftlich ausgelaugter "Schurkenstaat", der vor allem Gewalt exportiere. Man könne dieses "mörderische Regime" nicht so weitermachen lassen. Die Iraner müssten endlich die Rechte ihrer Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten.

Getreu seiner Philosophie "America First" meinte Trump, dass für ihn sein eigenes Land in der Außenpolitik immer an erster Stelle stehen werde. Das sollte jedes Land so halten. In wichtigen Frage müssten diese starken, unabhängigen, souveränen Länder aber auf alle Fälle kooperieren. Die "vielen Gerechten" müssten gegen die "wenigen Bösen" zusammenarbeiten.

Zu Beginn seiner Ansprache, zu der er in Begleitung seiner Ehefrau Melania erschienen war, pries Trump die wirtschaftliche Entwicklung, die die USA unter seiner Führung genommen habe. Später kritisierte er, dass den US-Bürgern in der Vergangenheit "Mammut-Handelsverträge" als erfolgversprechend vorgegaukelt worden seien.

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UNO, Donald Trump

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-19 18:09:06
Letzte ─nderung am 2017-09-20 09:47:18




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