• vom 20.09.2017, 11:31 Uhr

Weltpolitik

Update: 20.09.2017, 11:44 Uhr

Nordkorea

China mahnt zur Zurückhaltung




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Von WZ Online, APA, dpa, Reuters

  • Peking reagierte damit auf Trumps Rede vor UNO.

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas hatte Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un als "Raketenmann auf einer Selbstmordmission" bezeichnet.  - © APAweb/AP, Eugene Hoshiko

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas hatte Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un als "Raketenmann auf einer Selbstmordmission" bezeichnet.  © APAweb/AP, Eugene Hoshiko

Peking. China hat nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Nordkorea zur Zurückhaltung aufgerufen. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel sei kompliziert und heikel. "Wir hoffen, dass die betroffenen Parteien Zurückhaltung üben und richtige Schritte unternehmen, um zu helfen, die Spannungen abzubauen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang, am Mittwoch in Peking.

China hoffe, dass die jüngsten Sanktionen der Vereinten Nationen umfassend und genau umgesetzt werden, sagte Lu Kang als Reaktion auf die Rede von Trump vor der UNO. Mit den Resolutionen verpflichteten sich alle Parteien, den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu wahren und für eine friedliche Lösung durch diplomatische Mittel zu arbeiten. Indem die Spannungen reduziert werden, könnten die Bedingungen geschaffen werden, um bald wieder Verhandlungen über die Atomfrage aufzunehmen.

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas hatte Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un als "Raketenmann auf einer Selbstmordmission" bezeichnet. "Wenn (die USA) gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören", sagte Trump am Dienstag in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen.

Südkorea fordert vom Norden nach Trump-Rede Verzicht auf Atomwaffen
Nach den scharfen Worten von US-Präsident Donald Trump gegen Nordkorea hat Südkorea von der Regierung in Pjöngjang erneut einen Verzicht auf Atomwaffen verlangt. Trumps Rede in der UN-Vollversammlung zeige die "harte und konkrete Haltung" der USA, erklärte das Präsidialamt in Seoul am Mittwoch.

Nordkorea müsse mit harten Sanktionen und anderen Druckmitteln zur Aufgabe seines Atom- und Raketenprogramms bewegt werden. Präsident Moon Jae-in will Trump noch am Mittwoch in New York treffen. Der US-Präsident hatte Nordkorea am Dienstag mit einer völligen Zerstörung gedroht, sollte das isolierte Land die USA bedrohen. Über Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sagte er: "Der Raketenmann ist auf einer Selbstmordmission für sich selbst und sein Regime." Westliche Verbündete wie Frankreich oder Deutschland forderten dagegen erneut eine friedliche Lösung.

Japan, das ebenfalls immer wieder von Nordkorea bedroht wird, begrüßte dagegen den Ansatz Trumps. Die internationale Gemeinschaft müsse unter Einbeziehung von China und Russland zusammenarbeiten, um den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. China reagierte zunächst nicht direkt auf die Rede. Das Außenministerium bekräftigte, der Konflikt müsse friedlich und auf diplomatischem Weg gelöst werden. China ist der einzige wichtige Verbündete der nordkoreanischen Regierung. Die Führung in Peking hatte allerdings angesichts der Atom- und Raketentests zuletzt zunehmend Enttäuschung über die Haltung Nordkoreas durchblicken lassen und verschärften Sanktionen zugestimmt.

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Nordkorea, USA, China

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Dokument erstellt am 2017-09-20 11:32:47
Letzte nderung am 2017-09-20 11:44:21




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