• vom 29.03.2016, 18:51 Uhr

Weltpolitik

Update: 29.03.2016, 22:20 Uhr

Hassan Rohani

Absage in letzter Minute




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Von Arian Faal

  • Der Österreich-Besuch des iranischen Präsidenten Rohani wurde offiziell "aus Sicherheitsgründen" verschoben.

Fischers Visite bei Rohani im September 2015 bleibt vorläufig das letzte Treffen der beiden Präsidenten. - © apa/Schlager

Fischers Visite bei Rohani im September 2015 bleibt vorläufig das letzte Treffen der beiden Präsidenten. © apa/Schlager

Wien. Lange war die Reise im Vorfeld geplant worden, am Ende fand sie "aus Sicherheitsgründen" nun doch nicht statt. Irans Staatspräsident Hassan Rohani hat seinen Österreichbesuch am Dienstagnachmittag in letzter Sekunde abgesagt und verschoben.

Die dürre Begründung, den lange geplanten Besuch "aus Sicherheitsgründen" auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wie es in einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei hieß, überraschte sogar einige Mitarbeiter der iranischen Botschaft ihn Wien. Diese waren bereits im Einsatz, um schon früher eingetroffene Delegationsmitglieder der insgesamt über 80 Personen umfassenden Entourage zu betreuen. "Wir haben uns wochenlang auf diesen Besuch vorbereitet. Österreich ist ein Schlüsselland für den Iran und gilt als Tor zu Europa, da ist diese Absage sehr bedauerlich", meinte ein anonym bleiben wollender iranischer Diplomat. Rohani hätte am Dienstagabend eintreffen und bis Donnerstag in Wien unter anderem Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sowie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl treffen sollen.

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Vorerst kein Ersatztermin
Einen Ersatztermin gibt es derzeit noch nicht, wie es aus der Hofburg heißt. Bundespräsident Heinz Fischer drückte in einer ersten Reaktion sein Bedauern über die "von iranischer Seite vorgeschlagene Verschiebung" des Besuches von Rohani aus. Es sei aber "selbstverständlich", dass jeder Staat selbst über die Sicherheit seines Staatsoberhauptes entscheiden müsse. Nicht berührt von der Verschiebung sei aber die Qualität der österreichischen Beziehungen mit dem Iran, versicherte Fischer. Die "Zusammenarbeit auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet wird in umfassender Weise fortgesetzt".

Nicht gelten lassen will das Innenministerium etwaige Sicherheitsbedenken: Es hätte "keine konkreten Hinweise für eine Sicherheitsbedrohung" anlässlich des geplanten Besuchs des iranischen Präsidenten Hassan Rohani gegeben", sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck.

Die österreichischen Sicherheitskräfte hätten breite Erfahrung bei der Begleitung und Absicherung von Staatsbesuchen, betonte Grundböck. Im konkreten Fall seien alle Vorbereitungen "völlig planmäßig und routiniert verlaufen". Auch nach den Terroranschlägen von Brüssel gelte, dass es "aktuell keine konkrete Bedrohungssituation in Österreich" gebe.

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Dokument erstellt am 2016-03-29 18:56:05
Letzte ─nderung am 2016-03-29 22:20:04




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