• vom 17.05.2013, 11:48 Uhr

Wien

Update: 17.05.2013, 17:03 Uhr

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Ein Genie im Rahmen




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Von Franz Zauner

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Genoss den Applaus-Orkan im Wiener Konzerthaus: Joshua Bell. - © Sony, Chris Christodoulou

Genoss den Applaus-Orkan im Wiener Konzerthaus: Joshua Bell. © Sony, Chris Christodoulou

Den edelsten Geigenklang, den Wien am Donnerstagabend zu bieten hatte, erheischten vermutlich die Ohren im Wiener Konzerthaus. Superstar Joshua Bell spielte den Solisten-Part von Bernsteins "Serenade", begleitet von den New Yorker Philharmonikern, des aus der Sicht des Wiener Klassik-Publikums möglicherweise zweitbesten Großklangkörpers der Welt. Draußen vor dem Tore fiedelten Straßenmusikanten.

Joshua Bell hat sich vor ein paar Jahren derselben Übung unterzogen. In einer Washingtoner U-Bahn-Station umschmeichelte er verkleidet als Sandler die Fahrgäste mit seiner 300 Jahre alten Stradivari. Kaum jemand ließ sich verzaubern. Der Applaus-Orkan, mit dem ihn das Wiener Publikum auf der Bühne hielt, entsteht im warmen Klima der Konzertsäle. Wenn ein Genie aus diesem Rahmen fällt, ist es auch nur ein Straßenmusikant.

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Wien-Blog, Wiener Konzerthaus

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Dokument erstellt am 2013-05-17 11:50:25
Letzte Änderung am 2013-05-17 17:03:02





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