Das Gute an Wien ist: nur ein Drittel sind Wiener. Oder weniger drastisch ausgedrückt: Wien hat ungeheures Potential, weil zwei Drittel der EinwohnerInnen nicht in dieser Stadt geboren wurden. Von diesen zwei Dritteln kommt rund eine Hälfte aus Österreich, die andere wiederum aus dem Ausland. Nur leider nutzt man in dieser Stadt dieses Potential kaum. Wie man weiß. Dabei täte es der Stadt und seinen Einheimischen wirklich gut, sich die Wahrnehmung der Anderen ein wenig zu Herzen zu nehmen, die Möglichkeit nicht ungenutzt lassen, dass viele andere Menschen aus anderen Ländern und Kontexten hier leben und als Zugereiste – (aufatmen) – eine andere Perspektiven haben. Dass ihre Beobachtungen und Anmerkungen über die Eigenheiten in dieser Stadt nicht einfach wie einen Angriff bloß abgewehrt oder beleidigt negiert werden. Sondern dass geübt wird, dass Selbstreflexion nichts schlechtes ist.
Um sich zu fragen, zum Beispiel, warum man so gern zum Heurigen geht, wenn der Wein meistens nicht mal wirklich so gut ist, vorausgesetzt, er ist rot und halbwegs erschwinglich. Oder warum Wien und seine Wiener nicht die Möglichkeit nutzen, sich etwas mehr in der Leichtigkeit des Seins zu üben, als ewig der Leichtigkeit durch Wein zu frönen? Vielleicht weil es einfacher ist, vor der Realität brav die Augen zu schließen. Und die anderen einfach links liegen lässt. Weil wir sind wir. Komme wer wolle.
Den edelsten Geigenklang, den Wien am Donnerstagabend zu bieten hatte, erheischten vermutlich die Ohren im Wiener Konzerthaus...weiter
Der Sommer ist da, auch wenn das Wochenende eher eine Abkühlung verspricht, so zeigte sich doch, dass der Winter endlich vorbei ist...weiter
Infrastruktur zählt, dass merkt jeder Stadtbewohner spätestens dann, wenn in seiner nächsten Wohnumgebung unerfreuliche Veränderungen erfolgen...weiter
Längst haben Fahrräder die Autos überholt. Pro Jahr werden rund 400.000 bis 450.000 Drahtesel neu gekauft, ein Drittel mehr als Blechkarossen...weiter
Die Tage sind länger geworden. Nicht, weil sie plötzlich 25 Stunden hätten, sondern weil durch den europaweiten Zeitsprung die Helligkeit nach hinten...weiter
Wer geht schon gerne ins Spital? Ich vermute niemand. Es geht allerdings diesmal nicht um Krankheiten und auch nicht um die oftmals sehr wundersamen...weiter
Piep, piep, piep. Das Leben ist voller Piepser. Wecker, Handy, Türöffner, Kassenscanner, rückwärts fahrende Lkws. Alles piept...weiter
Ich bin ja eigentlich keine Freundin der Zahlen. Doch manchmal, da sprechen sie einfach für sich: Laut Caritas gibt es in der 1...weiter
Schnee in Wien: Da freuen sich wohl nur Kinder, Sportartikelketten, Reifenhändler und – dieser Verdacht sei hier einmal ausgesprochen –...weiter
Im Winter kann man die Dunkelheit deutlich sehen. Besonders, wenn man nachts allein auf dem Rad sitzt und an Orte gelangt...weiter
Dieser Blog ist absolut inhaltsleer. Ich habe nichts zu sagen. Absolut gar nichts. Und da sich dieser Blog "Wien-Blog" nennt...weiter
Sind Menschen, die am 21. Dezember einen Weihnachtsbaum kaufen, unverbesserliche Optimisten, absolute Vollidioten, fatalistische Defätisten...weiter
Eine Meinung hat man. Ja, eine Meinung hat man zu haben. Wo man hinkommt, hat jemand eine Meinung. Die meisten Menschen haben sogar mehrere...weiter
Die verzweifelt auf Parkplatzsuche herumkreisenden Autos sind ein klares Signal: Die Zeit der Christkindlmärkte und Punschstände ist gekommen...weiter
Raketen, Sirenen, Luftschutzbunker: Urlaubserinnerungen der anderen Art bringt dieser Tage eine Reise nach Israel...weiter
"Wo sind denn all die Autos hin", fragt eine ältere Dame den neben ihr sitzenden Herren in der U-Bahn. "Na weg, das waren alle Pendler"...weiter
Kongresse, das weiß in Wien seit dem Biedermeier jedes Kind, machen vor allem eines: Sie tanzen. Vom Herbst 1814 bis in den Frühsommer 1815 vereinigte...weiter