"Erdgeschoss - Ground Floor. Aufzug fährt nach oben - Going up. Dritter Stock - Third Floor." Unser neuer Aufzug ist gesprächig. "Irgendwann find' ich raus, wo die Frau (zu der Aufzugsstimme, Anm.) sitzt", scherzt ein Kollege.
So ein Umzug bringt Spannendes mit sich. Alles ist neu und schreit nach Erkundung. Das Haus - Büros, Kaffeeküchen, Fenster- und Türschließsysteme - genauso wie die Gegend: Wo ist der nächste Supermarkt, ein Kaffeehaus, ein schöner Park? Und wie komme ich dahin und wieder zurück?

Eines steht schon mal fest: Nach Rom führen viele Wege. Schlachthausgasse, Viehmarktgasse, Anton-Kuh-Weg - an den Straßennamen muss man sich ja nicht stoßen. Noch habe ich nicht alle möglichen Wege von der U-Bahn-Station bis zur Redaktion ausgetestet und abgestoppt. Noch lange habe ich nicht alle Supermärkte und Cafes in der Umgebung abgeklappert. So lange bleibt die Gegend spannend. Bei der Suche nach Kollegen muss ich mich zumeist noch an die Schilder an den Türen halten. Und die langen Fußwege nerven mich auch noch nicht. Bloß bei der Stimme aus dem Aufzug ist's jetzt schon grenzwertig. Aber dann bleiben immer noch die Stiegenhäuser - gleich drei an der Zahl. Drei Stockwerke - damit wäre der Morgensport auch erledigt. Und wer weiß, vielleicht sitzt da ja auch irgendwo die Stimme aus dem Aufzug.
Den edelsten Geigenklang, den Wien am Donnerstagabend zu bieten hatte, erheischten vermutlich die Ohren im Wiener Konzerthaus...weiter
Der Sommer ist da, auch wenn das Wochenende eher eine Abkühlung verspricht, so zeigte sich doch, dass der Winter endlich vorbei ist...weiter
Infrastruktur zählt, dass merkt jeder Stadtbewohner spätestens dann, wenn in seiner nächsten Wohnumgebung unerfreuliche Veränderungen erfolgen...weiter
Längst haben Fahrräder die Autos überholt. Pro Jahr werden rund 400.000 bis 450.000 Drahtesel neu gekauft, ein Drittel mehr als Blechkarossen...weiter
Die Tage sind länger geworden. Nicht, weil sie plötzlich 25 Stunden hätten, sondern weil durch den europaweiten Zeitsprung die Helligkeit nach hinten...weiter
Wer geht schon gerne ins Spital? Ich vermute niemand. Es geht allerdings diesmal nicht um Krankheiten und auch nicht um die oftmals sehr wundersamen...weiter
Piep, piep, piep. Das Leben ist voller Piepser. Wecker, Handy, Türöffner, Kassenscanner, rückwärts fahrende Lkws. Alles piept...weiter
Ich bin ja eigentlich keine Freundin der Zahlen. Doch manchmal, da sprechen sie einfach für sich: Laut Caritas gibt es in der 1...weiter
Schnee in Wien: Da freuen sich wohl nur Kinder, Sportartikelketten, Reifenhändler und – dieser Verdacht sei hier einmal ausgesprochen –...weiter
Im Winter kann man die Dunkelheit deutlich sehen. Besonders, wenn man nachts allein auf dem Rad sitzt und an Orte gelangt...weiter
Dieser Blog ist absolut inhaltsleer. Ich habe nichts zu sagen. Absolut gar nichts. Und da sich dieser Blog "Wien-Blog" nennt...weiter
Sind Menschen, die am 21. Dezember einen Weihnachtsbaum kaufen, unverbesserliche Optimisten, absolute Vollidioten, fatalistische Defätisten...weiter
Eine Meinung hat man. Ja, eine Meinung hat man zu haben. Wo man hinkommt, hat jemand eine Meinung. Die meisten Menschen haben sogar mehrere...weiter
Die verzweifelt auf Parkplatzsuche herumkreisenden Autos sind ein klares Signal: Die Zeit der Christkindlmärkte und Punschstände ist gekommen...weiter
Raketen, Sirenen, Luftschutzbunker: Urlaubserinnerungen der anderen Art bringt dieser Tage eine Reise nach Israel...weiter
"Wo sind denn all die Autos hin", fragt eine ältere Dame den neben ihr sitzenden Herren in der U-Bahn. "Na weg, das waren alle Pendler"...weiter
Kongresse, das weiß in Wien seit dem Biedermeier jedes Kind, machen vor allem eines: Sie tanzen. Vom Herbst 1814 bis in den Frühsommer 1815 vereinigte...weiter