
Morgen für Morgen das gleiche Dilemma: Was soll ich denn heute bloß wieder essen? Am Angebot mangelt es ja nicht. Käsekrainer-Hotdog, Kebab, Schitzelsemmerl, Pizzaschnitte - alles und mehr sind reichlich vorhanden. Aber was tun, wenn man sich nicht permanent der Fleischeslust hingeben möchte? Wohin wenden, wenn es einen nach vegetarischem Fast-Food dürstet, das dann auch noch ums Eck erhältlich und genießbar sein soll? In der Praxis hilft da oft nur der Griff zum letscherten Falafel, zum lapprigen Käsesweckerl oder in die Tiefkühltruhe des nächsten Supermarkts. Kann das denn alles sein?
Schon klar, es gibt tolle vegetarische Restaurants in der Stadt, die eine oder andere Mensa, die mit frischen Zutaten kocht, manchmal sogar fleischlose gastronomische Experimente mit Fastfood-Charakter. Eine feine Sache, die im beruflichen Alltag aber kaum von Nutzen ist - sofern man nicht das Glück hat, in der Nähe einer dieser rar gesäten Lichtblicke zu Gange zu sein.
Zufrieden mit der Notlösung
Im Alltag sieht es doch meistens so aus: zu wenig Zeit, um sich ein vernünftiges Mittagessen in einem Restaurant zu gestatten, geschweige denn für eine Reise quer durch die Stadt, um dorthin zu gelangen. In den knappen Minuten der Mittagspause wartet man dann eben auf das Biepsen der mit Tiefkühlspeisen gefütterten Mikrowelle, gibt sich mit kalten belegten Weckerl zufrieden oder greift doch zur öltriefenden Pizzaschnitte.
Ich zumindest. Denn rund um mich herum scheinen alle mit der Wahl ihres Essens weniger Probleme zu haben. Sie haben das selbst Gekochte des Vortages mit, retten sich mit Obst und Nüssen über den Tag oder geben sich vollkommen selbstverständlich und ohne Gewissensbisse fleischlichen Genüssen hin.
Vielleicht, so ließ ich mir schon sagen, fehlt mir auch einfach die Fantasie. Aber die habe ich doch: Ich träume von einem Würstelstand, das mir eines Tages einen Maiskolben mit "Bugl" oder auch nur ein knuspriges Weckerl mit schmackhaft geschmolzenem Käse kredenzen kann. Ohne Fleisch drumherum. Absurd, oder?
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