
Wien verändert sich. Das fällt auch denjenigen auf, die sonst nicht einmal den neuen Haarschnitt der Partnerin bemerken. Der Steffl steht zwar noch immer unverändert dort, wo er seit Jahrhunderten gestanden ist, doch viele andere Dinge haben sich gewandelt. Die Karlsplatz-Passage etwa, die von einer aufstrebenden Einkaufsmeile Ende der 70er Jahre zu einem desolaten Ort der Hoffnungslosigkeit wurde, ist jetzt – ja, wie soll man es nennen – zu einem kunstvollen Durchgang mutiert.
Wer die paar Schritte zum Naschmarkt weitergeht, findet eine lebendige Lokal-Szene vor, die durchaus südländischen Charakter besitzt. Ein gewisser Hang zum Laissez-faire ist auch im Verhalten der Menschen spürbar. Man sitzt oder steht zusammen, trinkt, isst und genießt das Markt-Flair. Die einkaufenden Menschen bilden dabei genauso wie die angebotenen Waren den richtigen Mix an Authentizität.
Auch in Park-Anlagen verhält man sich deutlich anders. Das schlichte Spazierengehen ist schon längst aus der Mode gekommen. Parks sind mittlerweile auch für echte Wiener zu Erlebnisstätten mutiert. Wer etwa durch den Augarten geht, sieht Familien im Grünen liegen und picknicken, Menschen, die sich mit Yoga oder asiatischer Kampfkunst am Rasen die Zeit vertreiben, und zahlreiche Radfahrer, die das Radfahr-Verbot nicht einmal ignorieren. Die Stimmung ist dabei deutlich fröhlicher und entspannter als in der Vergangenheit.
Und auch im Alltag wird ein wenig origineller mit den Gegebenheiten umgegangen. Die beliebten grünen Radständer etwa, die sich vielerorts befinden, werden nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Motorräder benutzt. Rad ist Rad sozusagen. Früher wäre dies nicht so einfach toleriert worden. Wien ist tatsächlich anders geworden.
Den edelsten Geigenklang, den Wien am Donnerstagabend zu bieten hatte, erheischten vermutlich die Ohren im Wiener Konzerthaus...weiter
Der Sommer ist da, auch wenn das Wochenende eher eine Abkühlung verspricht, so zeigte sich doch, dass der Winter endlich vorbei ist...weiter
Infrastruktur zählt, dass merkt jeder Stadtbewohner spätestens dann, wenn in seiner nächsten Wohnumgebung unerfreuliche Veränderungen erfolgen...weiter
Längst haben Fahrräder die Autos überholt. Pro Jahr werden rund 400.000 bis 450.000 Drahtesel neu gekauft, ein Drittel mehr als Blechkarossen...weiter
Die Tage sind länger geworden. Nicht, weil sie plötzlich 25 Stunden hätten, sondern weil durch den europaweiten Zeitsprung die Helligkeit nach hinten...weiter
Wer geht schon gerne ins Spital? Ich vermute niemand. Es geht allerdings diesmal nicht um Krankheiten und auch nicht um die oftmals sehr wundersamen...weiter
Piep, piep, piep. Das Leben ist voller Piepser. Wecker, Handy, Türöffner, Kassenscanner, rückwärts fahrende Lkws. Alles piept...weiter
Ich bin ja eigentlich keine Freundin der Zahlen. Doch manchmal, da sprechen sie einfach für sich: Laut Caritas gibt es in der 1...weiter
Schnee in Wien: Da freuen sich wohl nur Kinder, Sportartikelketten, Reifenhändler und – dieser Verdacht sei hier einmal ausgesprochen –...weiter
Im Winter kann man die Dunkelheit deutlich sehen. Besonders, wenn man nachts allein auf dem Rad sitzt und an Orte gelangt...weiter
Dieser Blog ist absolut inhaltsleer. Ich habe nichts zu sagen. Absolut gar nichts. Und da sich dieser Blog "Wien-Blog" nennt...weiter
Sind Menschen, die am 21. Dezember einen Weihnachtsbaum kaufen, unverbesserliche Optimisten, absolute Vollidioten, fatalistische Defätisten...weiter
Eine Meinung hat man. Ja, eine Meinung hat man zu haben. Wo man hinkommt, hat jemand eine Meinung. Die meisten Menschen haben sogar mehrere...weiter
Die verzweifelt auf Parkplatzsuche herumkreisenden Autos sind ein klares Signal: Die Zeit der Christkindlmärkte und Punschstände ist gekommen...weiter
Raketen, Sirenen, Luftschutzbunker: Urlaubserinnerungen der anderen Art bringt dieser Tage eine Reise nach Israel...weiter
"Wo sind denn all die Autos hin", fragt eine ältere Dame den neben ihr sitzenden Herren in der U-Bahn. "Na weg, das waren alle Pendler"...weiter
Kongresse, das weiß in Wien seit dem Biedermeier jedes Kind, machen vor allem eines: Sie tanzen. Vom Herbst 1814 bis in den Frühsommer 1815 vereinigte...weiter