• vom 14.07.2011, 13:15 Uhr

Wien

Update: 21.07.2011, 12:50 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Leitfaden präsentiert

Verkehrsministerium startet Initiative zur Stärkung des Radverkehrs



  • Österreicher umrunden jedes Jahr 50.000 Mal die Erde.

Dem verstärkten Radverkehrsaufkommen will das Verkehrsministerium Rechnung tragen und noch mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen.

Dem verstärkten Radverkehrsaufkommen will das Verkehrsministerium Rechnung tragen und noch mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen.Apaweb/Pfarrhofer Dem verstärkten Radverkehrsaufkommen will das Verkehrsministerium Rechnung tragen und noch mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen.Apaweb/Pfarrhofer

Wien. Den Leitfaden "Kosteneffiziente Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in den Gemeinden" hat Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien präsentiert. Darin enthalten sind insgesamt 95 Vorschläge, wie der Radverkehr preiswert verbessert und ausgebaut werden kann. "Effektive Radförderung muss nicht kostenintensiv sein", sagte Bures. Bei allen Maßnahmen im Leitfaden wird auch der finanzielle und administrative Aufwand angeführt.

Werbung

Mit einem Budget von 50.000 Euro könnten demnach etwa 300 Meter Radweg gebaut, 6,5 Kilometer Radfahrstreifen markiert oder 50 überdachte und beleuchtete Abstellplätze errichtet werden. "Wir haben einen Fonds mit 1,9 Millionen Euro zur Förderung von Radverkehr in den Gemeinden zur Verfügung gestellt", erklärte die Ministerin.

Begrüßt wird diese Maßnahme vom österreichischen Städtebund: "Wir freuen uns über alle Initiativen, das Radfahren einfacher, attraktiver und sicherer zu machen, denn Radfahren gehört in den Städten neben dem öffentlichen Verkehr zu den Fortbewegungsmitteln der Zukunft", so Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, in einer Aussendung.

Für die Wiener Verkehrs- und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) ist "das Rad der Schlüssel zur modernen Mobilität in Städten". In Wien würde jede zweite Autofahrt nicht länger als fünf Kilometer sein. Daher gäbe es viel Potenzial, "Autofahrten mit dem Rad zu ersetzten". Hierfür fordert Vassilakou eine "sinnvolle Entflechtung" der bestehenden Regelungen. "Wir können nicht genug Radwege bauen", so die Stadträtin. Daher plädierte sie in Wien für eine Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Zudem müssten mehr Fahrradstraßen gebaut werden, sagte Vassilakou.

Auch Bures kann sich eine Flexibilisierung der Benützungspflicht vorstellen, damit es "mehr Möglichkeiten gibt, auf regionale Begebenheiten Rücksicht zu nehmen". Sie bestätigte Gespräche zu diesem Thema mit dem Koalitionspartner ÖVP und kündigte eine gesetzliche Verankerung in absehbarer Zeit an.

Das Fahrrad wird vermehrt nicht nur als Sportgerät, sondern auch als Verkehrsmittel verwendet. "Immer mehr Österreicher fahren mit dem Rad auch in die Arbeit", so Bures. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 1,9 Milliarden Kilometer mit dem Drahtesel zurückgelegt. Damit würden alle Österreich jährlich "50.000 Mal um die Erde fahren".

Dennoch gäbe es noch viel Steigerungspotenzial. Sieben Prozent der Österreicher würden Alltagswege mit dem Fahrrad erledigen, in anderen Ländern wie etwa den Niederlanden oder Schweden seien das bereits zehn Prozent. Hierzulande gibt es ein großes Ost-West-Gefälle, was gefahrene Kilometer betrifft. So legt jeder Vorarlberger im Schnitt jährlich 491 Kilometer auf dem Rad zurück, in Wien sind dies lediglich 178 Kilometer.




Schlagwörter

Radfahren, Rad, Verkehrspolitik

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-07-14 13:20:26
Letzte Änderung am 2011-07-21 12:50:57


Beliebte Inhalte



Radfahren ist gesund. Auch wenn es nur zehn Minuten pro Tag sind. - dpa
  • Sportwissenschafterin Tietze über Vorzüge und Risiken urbanen Radfahrens.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

In der Operngasse müssen Radfahrer nicht mehr den Radweg benützen. - APAweb / Helmut Fohringer
  • Rathaus prüft weitere Straßen.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter



Werbung





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

20.5.2013: Ein tibetischer Mönch hält ein Schild neben einem Plakat, das Gedhun Choekyi Nyima, den elften Penchen Lama zeigt, der vom Dalai Lama anerkannt wird. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung