
Fahrräder sind ein begehrtes Diebesgut. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 9.106 Fahrräder entwendet. Das sind um rund 1.000 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
"Pro Tag wurden im Schnitt 50 Fahrräder gestohlen", so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die meisten Raddiebstähle ereigneten sich in Wien, die wenigsten im Burgenland (83). In der Bundeshauptstadt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3.135 Fahrräder geklaut – um 305 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit erfolgte jeder dritte Fahrraddiebstahl in Wien. Generell verzeichnete der VCÖ in allen Bundesländern einen Anstieg der Fahrraddiebstähle – mit Ausnahme Salzburg und Kärnten. Wie eine VCÖ-Umfrage ergab, wurde jedem zweiten Radfahrer in Österreich bereits ein Fahrrad gestohlen.
Niedrige Aufklärungsquote
Mit knapp vier Prozent ist die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen extrem niedrig. Nur 3,9 Prozent der Fälle werden aufgeklärt. Deshalb empfiehlt der VCÖ, eine Fahrraddiebstahl-Versicherung abzuschließen. "Bei der Versicherung ist darauf zu achten, dass diese rund um die Uhr gilt, Teilediebstahl inkludiert ist und dass es im ersten Jahr keinen Selbstbehalt gibt", so Gratzer.
Fahrraddiebstähle im 1. Halbjahr 2011:
Österreich: 9.106 (plus 12,1 Prozent)
Wien: 3.135 (plus 10,8 Prozent)
Niederösterreich: 1.417 (plus 32,9 Prozent)
Oberösterreich: 1.122 (plus 24,1 Prozent)
Steiermark: 1.072 (plus 18,4 Prozent)
Tirol: 727 (plus 7,4 Prozent)
Salzburg. 585 (minus 3,6 Prozent)
Kärnten: 485 (minus 22,1 Prozent)
Vorarlberg: 480 (plus 11,1 Prozent)
Burgenland: 83 (plus 3,7 Prozent)