• vom 01.08.2011, 09:01 Uhr

Wien

Update: 01.08.2011, 14:00 Uhr
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Wiener ÖVP fordert eigene Fahrrad-Polizei



  • Gerstl: Soll vorrangig im innerstädtischen Bereich im Einsatz sein.
  • Für Grüne "völlig überflüssig".

Wien. Die Wiener ÖVP sorgt sich um die Sicherheit der Radfahrer. Deshalb fordern die Stadtschwarzen nun eine eigene radelnde Polizeitruppe, welche die Pedale tretenden Verkehrsteilnehmer auf die Einhaltung der bestehenden Regelungen kontrolliert. "Wir sind in guten Gesprächen mit der Polizei, dass das in den nächsten Monaten eingerichtet wird", zeigte sich der nicht amtsführende Stadtrat Wolfgang Gerstl am Montag in einer Pressekonferenz überzeugt.

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Es gebe in der Bundeshauptstadt zwar schon Exekutivbeamte, die immer wieder mit dem Bike unterwegs seien, allerdings müsse dieses Konzept neu aufgestellt und im Zuge dessen - gemäß dem Vorbild Salzburg - ein eigenes Team geschaffen werden. Die Fahrradpolizei solle vor allem in den innerstädtischen Bezirken und auch im Winter unterwegs sein, so der Wunsch Gerstls.

Fahrradfahrer seien auch deshalb oftmals schneller als Autofahrer, da sie bei Rot über die Ampel und über Sperrlinien fahren sowie Fußgänger schneiden würden. Man müsse Radler zwar fördern, aber auch kontrollieren. Deshalb begrüße er die jüngsten Schwerpunktkontrollen seitens der Exekutive.

Zusätzlich fordert die Volkspartei eine Radfahrprüfung für alle Schüler der vierten Schulstufe inklusive Praxisteil sowie eine Lehreinheit im Zuge der Absolvierung des Kfz-Führerscheins. Laut ÖVP hat sich die Zahl der jährlich verletzten oder getöteten Radfahrer zwischen 1990 und 2009 um 18 auf 553 Personen erhöht - bei einem gleichzeitigen Ausbau des Radwegenetzes von 190 auf 1170 Kilometern.

Fahrrad-Polizei in Wien für Grüne "völlig überflüssig"

Die Grünen erteilen dem Vorschlag der ÖVP eine klare Absage. Die Einrichtung einer solchen Truppe sei "völlig überflüssig", zumal es in der Bundeshauptstadt bereits jetzt Exekutivbeamte auf Fahrrädern gebe, betonte Gemeinderatsmandatar Christoph Chorherr am Montag in einer Aussendung.

  Zudem sorge die Stadt für die Sicherheit sowohl der Radfahrer als auch der Fußgänger, versicherte der grüne Mandatar. Er verwies dabei auch auf entsprechende Richtlinien für ein faires Miteinander, die im Herbst gemeinsam mit Rad-, Fußgänger- und Behindertenorganisationen sowie diversen Verkehrsclubs ausgearbeitet würden.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-08-01 12:50:33
Letzte Änderung am 2011-08-01 14:00:39


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