• vom 16.08.2011, 13:50 Uhr

Wien

Update: 16.08.2011, 13:54 Uhr
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1780 Radunfälle im ersten Halbjahr

Radfahrer leben gefährlich



  • Ärztekammer fordert Rad-Kennzeichnung

Gefährliche Fahrweise ist eine häufige Unfallursache. - Apaweb / dpa / Becker

Gefährliche Fahrweise ist eine häufige Unfallursache. Apaweb / dpa / Becker

Wien. Alle zwei Stunden wird in Österreich ein Radfahrer in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt. Die Ärztekammer (ÖÄK) fordert Maßnahmen, die das Radfahren sicherer machen. Um das Verantwortungsbewusstsein zu erhöhen, solle ein "Rad-Zulassungspickerl" eingeführt werden: Die Zulassungsnummer mache den Besitzer des Drahtesels identifizierbar.

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Außerdem gehörten "konfuse" Kreuzungen entwirrt und das Radfahrerprivileg, gegen viele Einbahnen fahren zu dürfen, abgeschafft, forderte ÖÄK-Präsident Walter Dorner. Erwachsene sollten an freiwilligen Auffrischungstrainings teilnehmen, bei denen neben Fahrtechnik die Konfliktvermeidung im Zentrum steht. Er erlebe die meisten Radfahrer als "durchaus fair und umweltbewusst", so Dorner, aber "der Wind wird eindeutig rauer". Aggressives Fahrverhalten und Selbstüberschätzung seien häufige Unfallursachen.

Von Jänner bis Mai sind heuer schon 1780 Radfahrer verunglückt, laut Innenministerium um fast 50 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010, zitierte die Ärztekammer die jüngsten Zahlen. 20 Radler kamen ums Leben.

"Aus ärztlicher Sicht ist es absolut zu begrüßen, dass immer mehr Leute in die Pedale treten", sagte Dorner. "Aber es kann nicht sein, dass am Ende der Kardiologe nichts mehr zu tun hat, aber dafür die Unfallchirurgie übergeht."



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-08-16 13:41:36
Letzte Änderung am 2011-08-16 13:54:54


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