
Wien. Wien wird 2013 vier Tage lang die Anlaufstelle für Radexperten und -begeisterte aus aller Welt: Die Bundeshauptstadt hat nämlich den Zuschlag für die Konferenz "Velo-City" bekommen, erfuhr die APA. Laut dem Büro von Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) wird die Veranstaltung vom 11. bis 14. Juni 2013 stattfinden - und zwar im Rathaus und davor, am Rathausplatz. Bei der "Velo-City" handelt es sich um die größte internationale Konferenz zum Thema Radverkehr.
Das Motto der Konferenz wird "The Sound of Cycling. Urban Cycling Cultures" lauten. "Wien ist Stadt der Musik und der Kultur. Mit den Themen 'The Sound of Cycling. Urban Cycling Cultures' soll diese Wiener Spezialität in die Konferenz einfließen. Denn neben den klassischen Schwerpunkten auf Musik und Theater beginnt sich in Wien seit einigen Jahren auch eine eigene Fahrradkultur zu etablieren", erklärte Vassilakou. Immer mehr Menschen würden auf das Rad umsteigen. So habe es 2011 am Wiener Ring zum ersten Mal mehr als eine Million Radfahrten gegeben, freute sie sich.
Die "Velo-City" wird vom 11. bis 14. Juni 2013 im bzw. vor dem Rathaus stattfinden. Erwartet werden bis zu 1500 Teilnehmer aus aller Welt, die über die neuesten Entwicklungen diskutieren, Ideen austauschen und nach Wegen suchen sollen, wie der Radverkehr weiter ausgebaut werden kann. Es werden Plenarsitzungen, Workshops und Round Tables abgehalten sowie eine große Ausstellung gezeigt. Auch die Öffentlichkeit wird Möglichkeiten haben, am Rahmenprogramm der Konferenz teilzunehmen. Ziel sei es außerdem, das Wiener Umland und umliegende Städte wie beispielsweise Bratislava einzubeziehen.
Inhaltlich wird sich die Konferenz mit folgenden Themen befassen: Fahrradkultur, Radfahren als integraler Bestandteil nachhaltiger, zukunftsfähiger Städte, Innovation und Forschung, Kommunikation und Kooperation, "East Meets West" (Centrope Region). "Die große 'Velo-City'-Konferenz 2013 wird einen großen Beitrag dazu leisten, das Radfahren in Wien noch populärer zu machen. Mit der Konferenz ist Wien zumindest für eine Woche die Welthauptstadt des Radfahrens", unterstrich Vassilakou.
Im Bewerbungsverfahren um die Konferenz setzte sich die Bundeshauptstadt gegen Städte wie Rio de Janeiro, Nantes oder die belgische Region Brabant durch. Unter anderem sei die Schlüsselrolle Wiens als Verbindungsstadt nach Ost- und Südosteuropa für den Zuschlag, der am Dienstag erfolgte, ausschlaggebend gewesen, hieß es. Zudem gehöre Wien zu den weltweit führenden Kongressstädten.
Die "Velo-City"-Konferenz wird vom Europäischen Radfahrverband "European Cyclists' Federation" (ECF) ausgelobt. Die erste Ausgabe fand 1980 in Bremen statt. Bisher dienten unter anderem schon Kopenhagen, Brüssel, Barcelona, München oder Montreal als Austragungsorte. Jedes ungerade Jahr findet das Event in Europa statt, in geraden Jahren auf einem der anderen Kontinente. Heuer wurde die Veranstaltung in Sevilla abgehalten, 2012 wird es Vancouver sein.