• vom 06.05.2012, 20:44 Uhr

Wien

Update: 06.05.2012, 21:59 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Gastkommentar

Einen Gang hochschalten für das Radfahren


Von Henrik Dam Kristensen

  • Kein anderes Transportmittel kombiniert schnellen und günstigen Transport so effektiv mit Nachhaltigkeit und stärkt dazu die Gesundheit.

Henrik Dam Kristensen ist dänischer Transportminister.

Henrik Dam Kristensen ist dänischer Transportminister. Henrik Dam Kristensen ist dänischer Transportminister.

Dänemark ist ein Land der Radfahrer. In Kopenhagen nimmt täglich mehr als jeder dritte Berufspendler das Rad zur Arbeit. Es ist das selbstverständliche Transportmittel der Dänen, 95 Prozent besitzen ein Rad. Auch ich selbst benutze mein Fahrrad oft, aus praktischen Gründen und auch zum Vergnügen.

Werbung

Da das Radfahren einen gesunden Lebensstil und Umweltbewusstsein ausstrahlt, kann es teils als Modephänomen verstanden werden. Viel entscheidender ist jedoch, dass es besonders in Stadtgebieten oft einfach die klügere Wahl ist. Man muss nicht lange im Stau stehen oder nach einem Parkplatz suchen. Kein anderes Transportmittel kombiniert schnellen und günstigen Transport so effektiv mit Nachhaltigkeit und stärkt dazu die Gesundheit.

In Dänemark kümmert sich die öffentliche Hand - national und lokal, bei Verkehrspolitik und Stadtentwicklung - um die Radfahrer und baut die starke Stellung des Fahrrads im Transportsystem noch weiter aus. Es ist fester Bestandteil der Infrastrukturentwicklung in Klein- wie in Großstädten, wo fortlaufend in Radwege und -stellplätze investiert wird.

Und wir wollen noch mehr Menschen zum Radfahren bewegen. Dafür wurden bereits finanzielle Mittel zugeordnet, von denen ein Großteil für die Mitfinanzierung von kohärenten und innovativen Radprojekten in Städten vorgesehen ist, wo sich das Potenzial der Fahrräder durch viele Kurzstreckenfahrten am besten nutzen lässt. Die insgesamt 86 diesbezüglichen Projekte auf lokaler und nationaler Ebene haben auch private Partner.

Ein solches innovatives Projekt ist der neue 17 Kilometer lange hochklassige "Super-Radweg" aus dem Vorstadtviertel Albertslund ins Zentrum von Kopenhagen, bei dem verschiedene Behörden gemeindeübergreifend kooperiert haben.

Ich bin überzeugt, dass ein solcher ganzheitlicher Ansatz breitgefächerte und effiziente Lösungsstrategien in der Infrastrukturplanung vorantreiben kann. Dies gilt nicht nur für Dänemark, sondern für ganz Europa.

In vielen urbanen Gebieten haben die Behörden bereits innovative Ansätze geschaffen, um die Verhältnisse für Radfahrer zu verbessern. Um den Ideenaustausch zu unterstützen, widmet die dänische EU-Ratspräsidentschaft den Europatag (9. Mai) dem Thema "grüne Mobilität". Vor diesem Hintergrund gibt es in mehreren Hauptstädten Europas öffentliche Veranstaltungen der dänischen Botschaften, zum Beispiel in Wien die Diskussionsveranstaltung "Erdölunabhängige und klimafreundliche Mobilität und Wirtschaft?!". Angesichts der steigenden Spritpreise und des zunehmenden Bewusstseins der Notwendigkeit nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaftens spielen Mobilität und Verkehr eine zentrale Rolle. Straßenmauten, differenzierte Steuern auf Treibstoffe und Fahrzeuge sowie Vorrang für klimafreundliche Mobilitätsformen haben dabei eine nationale und auch eine europäische Dimension. Darüber werden hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft morgen, Dienstag (18 Uhr), im Europahaus (1., Wipplingerstraße 35) diskutieren und so den "Grünen Europatag 2012" einläuten.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-06 20:50:05
Letzte Änderung am 2012-05-06 21:59:04


Beliebte Inhalte



Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Radfahren ist gesund. Auch wenn es nur zehn Minuten pro Tag sind. - dpa
  • Sportwissenschafterin Tietze über Vorzüge und Risiken urbanen Radfahrens.
  • weiter

In der Operngasse müssen Radfahrer nicht mehr den Radweg benützen. - APAweb / Helmut Fohringer
  • Rathaus prüft weitere Straßen.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter



Werbung





Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers. Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

"Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Werbung