• vom 20.06.2012, 16:55 Uhr

Wien

Update: 20.06.2012, 17:20 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Dämpfer für Radboom in Wien


Von Christian Mayr

  • Im Mai bis zu minus 32 Prozent an Zählstellen - Plus durch Ausbau am Ring.

Weniger Radler waren im Mai in Wien unterwegs. - © Roland Schlager / APA / picturedesk.com

Weniger Radler waren im Mai in Wien unterwegs. © Roland Schlager / APA / picturedesk.com

Wien. Geht der plötzliche Boom im Wiener Radverkehr auch schon wieder zu Ende? Nachdem im gesamten Vorjahr ein sattes Plus von rund 20 Prozent an den Zählstellen im Radwegenetz registriert wurde, ging es heuer im ersten echten Radmonat fast durchwegs wieder bergab. Wiewohl der Mai wettermäßig alles andere als ins Wasser fiel, gab es werktags an fünf von acht Zählstellen ein Minus - das deutlichste mit 32 Prozent weniger Radlern am Liesingbach. Ebenfalls deutlich weniger waren in der Langobardenstraße (-16,5) unterwegs, jeweils 6,2 Prozent betrug das Minus in der Argentinierstraße und am Donaukanal; minus 4,3 Prozent waren es an der Wienzeile.

Werbung

Entgegen dem Trend setzte es am Opernring, der meist-befahrenen Stelle im gesamten Netz, ein Plus von 6,1 Prozent - weil dort dank des Ausbaus nun auch die Radfahrer an der inneren Ring-Seite dazugezählt werden.

Dass insgesamt derzeit der werktägige (Berufs-)Radverkehr stagniert, beweisen auch die Daten aus dem ersten Quartal mit einem Minus von 0,4 Prozent. Auffällig ist hingegen, dass es an Wochenenden und Feiertagen deutliche Zuwächse gibt - mit bis zu 27Prozent mehr Radfahrern.

"Radwegausbau wirkt"
Angesichts der aktuellen Daten könnte das politische Ziel der Stadt, bis 2015 von 6 auf 10 Prozent Radfahranteil zu kommen, verfehlt werden. Wie auch Martin Blum, der Chef der Radagentur, bestätigt, brauche es dafür tatsächlich ähnliche jährliche Zuwachsraten wie im Vorjahr - "dann geht es sich aus". Generell will Blum die Mai-Zahlen nicht überbewerten: Beim Liesingbach sei etwa eine Baustelle am Einbruch verantwortlich; außerdem habe es auch im Vorjahr im Sommer noch ein Minus gegeben, das dann im Herbst in ein ansehnliches Plus verwandelt worden sei. Die Zahlen am Ring würden aber schon eine deutliche Sprache sprechen: "Das beweist, dass der Ausbau der Radinfrastruktur etwas bewirkt", erklärt Blum.




Schlagwörter

Rad, Wien

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-20 17:03:11
Letzte Änderung am 2012-06-20 17:20:22


Beliebte Inhalte



Michael Cramer will den Fahrradtourismus fördern . - Bernold
  • Die Aufregung um das Rad-Thema wird laut Experten bald verschwinden.
  • weiter

Rund 3500 Räder statt Autos waren am Donnerstag am Ring unterwegs. - APAweb / Herbert Pfarrhofer Wien. Große Drahtesel-Parade in Wien: Am Donnerstagabend haben etwa 3500 Personen am "Radcorso" teilgenommen. Der Tross zog vom Burgtheater über den...weiter

Fahrradhaus-Chefin Konstanze Gutschi und Thomas Fath wollen das Radfahren in der Stadt populärer machen. - M. Bernold Seit ein paar Wochen ist das mobile Fahrradhaus der Stadt Wien auf Tour. Derzeit steht der Container am Wallensteinplatz in der Wiener Brigittenau...weiter

Eine Radfahrerin überquert am Freitag, 17. Mai 2013, einen Zebrastreifen in Wien. - APAweb / Helmut Fohringer
  • Laut EU-Fahrrad-Barometer landet Österreich hinter Belgien und vor Ungarn auf Platz Sieben.
  • weiter

Michael Cramer will den Fahrradtourismus fördern . - Bernold
  • Die Aufregung um das Rad-Thema wird laut Experten bald verschwinden.
  • weiter

Rund 3500 Räder statt Autos waren am Donnerstag am Ring unterwegs. - APAweb / Herbert Pfarrhofer Wien. Große Drahtesel-Parade in Wien: Am Donnerstagabend haben etwa 3500 Personen am "Radcorso" teilgenommen. Der Tross zog vom Burgtheater über den...weiter

Eine Radfahrerin überquert am Freitag, 17. Mai 2013, einen Zebrastreifen in Wien. - APAweb / Helmut Fohringer
  • Laut EU-Fahrrad-Barometer landet Österreich hinter Belgien und vor Ungarn auf Platz Sieben.
  • weiter

Fahrradhaus-Chefin Konstanze Gutschi und Thomas Fath wollen das Radfahren in der Stadt populärer machen. - M. Bernold Seit ein paar Wochen ist das mobile Fahrradhaus der Stadt Wien auf Tour. Derzeit steht der Container am Wallensteinplatz in der Wiener Brigittenau...weiter




Werbung





Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung