Wien. Der ÖVP-Vorstoß nach einem Handyverbot und der Herabsetzung des Alkohollimits auf 0,5 Promille für Radfahrer stößt nicht nur beim Kuratorium für Verkehrssicherheit, sondern auch innerhalb der Wiener Stadtregierung auf offene Ohren. SPÖ-Klubchef Rudolf Schicker sprach sich am Mittwochnachmittag ebenfalls dafür aus, die Regelungen für Biker an jene für Autofahrer anzugleichen.
"Als ehemaliger Verkehrspolitiker halte ich es für sehr vernünftig, dass jeder Verkehrsteilnehmer tunlichst keinen Alkohol zu sich nimmt", betonte der frühere Wiener Verkehrsstadtrat: "Man sollte die 0,5 Promille auch für Radfahrer machen." Derzeit gilt für diese eine Grenze von 0,8 Promille. Was das Telefonieren betrifft, halte er es aufgrund der eigenen Sicherheit "gescheit", so wie beim Autofahren lediglich Gespräche mit Freisprecheinrichtung führen zu dürfen. Biker können derzeit wegen mangelnder Vorgaben straffrei während der Fahrt telefonieren.
Sinnvoll wäre eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben aber nur auf Bundesebene, betonte Schicker. Sprich: Die Straßenverkehrsordnung müsste entsprechend geändert werden. Vom grünen Koalitionspartner war bis Dienstagnachmittag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.