• vom 04.01.2013, 16:23 Uhr

Wien

Update: 08.01.2013, 13:37 Uhr

Rad-Jahr 2013

"Wir bauen vor und errichten Radgaragen an vielen Orten"




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Von Christian Rösner

  • Maria Vassilakou im Interview
  • Laut Wiener Vizebürgermeisterin plant man bereits bis ins Jahr 2025.

Zum Weltmeister in Sachen umweltfreundlicher Mobilität will

Zum Weltmeister in Sachen umweltfreundlicher Mobilität will

"Wiener Zeitung": Wie hat sich Ihrer Meinung nach Wien in den vergangenen 20 Jahren verkehrstechnisch entwickelt?

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Maria Vassilakou: Eine Veränderung spürt jeder: Heute ist in Wien eine viel größere Zahl an Autos unterwegs als noch vor 20 Jahren. Der Platz in der Stadt ist aber gleich geblieben. Auch die Blechlawine, die täglich nach Wien hinein- und wieder hinaus- fährt, ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm angewachsen. Würde man all diese Autos in einer Reihe hintereinander aufstellen, entspricht das der Entfernung von Wien nach London. Für die Stadt heißt das, dass Alternativen entwickelt und forciert werden müssen. Die U-Bahn wird ausgebaut, neue Straßenbahnlinien werden in Angriff genommen, der neue Hauptbahnhof ist in Teilbetrieb. Auch die Verbilligung der Jahreskarte hat die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs noch weiter erhöht. Wien hat die besten Karten, hier Weltmeister in Sachen umweltfreundlicher Mobilität zu werden, wenn es zusätzlich gelingt, den Radanteil weiter zu steigern.

Was ist diesbezüglich Ihre Vision für Wien in 20 Jahren; wie wird die Stadt aussehen?

Wien und das Umland erfahren in den beiden kommenden Jahrzehnten einen starken Bevölkerungsanstieg. Um die Mobilitätsbedürfnisse dieser Menschen zu erfüllen, wird in Wien intensiv am Ausbau des öffentlichen Verkehrs gearbeitet, werden die Bedingungen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen massiv verbessert. Neue Formen der Autonutzung werden in den Mittelpunkt rücken, wie etwa Carsharing- oder Carpooling-Modelle, ebenso wie neue Antriebstechnologien.

Amsterdam hat kein Problem mehr mit den Autos, wohl aber eines mit den Fahrrädern - wird hier in Wien entsprechend vorgesorgt?

Wir bauen vor und setzen auf die Errichtung von Radgaragen an zentralen Orten der Stadt, vor allem an Bahnhöfen. Zusätzlich werden an vielen Orten der Stadt Radabstellanlagen errichtet.

In Amsterdam kannte man den Verdrängungseffekt der Autos schon vor 25 Jahren, hätte man nicht daraus lernen können und für Wien gleich eine Gesamtlösung anstreben sollen?

Der Verdrängungseffekt wurde durch die Studie, die der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung zugrunde liegt, prophezeit - die Bezirksvorsteher des 13. und 18. Bezirks sind also sehenden Auges in diese Situation gegangen. Rot-Grün hat sich verpflichtet, eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung nur mit Zustimmung der Bezirke zu beschließen. Verkehrspolitik in Wien ist nun mal dezentralisiert. Dadurch müssen Sie diese Frage an die Bezirksvorsteher des 13., des 18. und des 19. Bezirks richten.

Plant man Verkehrsentwicklungen in Wien auch 20 Jahre in die Zukunft?

2013 wird der neue Stadtentwicklungsplan gemeinsam mit BürgerInnen, ExpertInnen und Entscheidungsträgern geschmiedet. Dieser Plan gibt auch die Leitplanken der verkehrlichen Entwicklung Wiens bis 2025 vor. Wie vorausschauend geplant wird, sieht man auch an der eingebauten Abbiegemöglichkeit der neuen U1 nach Rothneusiedl.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-01-04 16:26:05
Letzte Änderung am 2013-01-08 13:37:22


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