• vom 28.01.2013, 08:13 Uhr

Wien

Update: 28.01.2013, 08:39 Uhr
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Bundesweite Interessensvertretung will das Radfahren erleichtern

Eine Lobby für alle Radfahrer



  • In Österreich gibt es bereits mehr als sechs Millionen Fahrräder.

Immer mehr Menschen fahren mit dem Rad - die Verkehrspolitik muss darauf eingehen, fordert die neugegründete Radlobby Österreich. - APAweb / Herbert Pfarrhofer

Immer mehr Menschen fahren mit dem Rad - die Verkehrspolitik muss darauf eingehen, fordert die neugegründete Radlobby Österreich. APAweb / Herbert Pfarrhofer

Salzburg/Wien. Immer mehr Radfahrer radeln auf Österreichs Straßen – die Verkehrspolitik hat darauf noch nicht angemessen reagiert, finden diverse Radfahr-Initiativen. In der Stadt Salzburg hat sich nun die "Radlobby Österreich" (RLÖ) formiert.

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Der neu gegründete Bundesverband der heimischen Interessensvertretungen im Radverkehr will das Radfahren im Alltag fördern. Dafür fordert er die volle Anerkennung des Fahrrads in der Verkehrspolitik. Denn auch wenn sich zuletzt immer mehr Menschen auf das Rad setzten - viele fühlen sich mit ihren Anliegen dem Autoverkehr hintangestellt.

Andrzej Felczak, Vorsitzender der neuen, politisch und wirtschaftlich unabhängigen RLÖ und zugleich Vorsitzender von Österreichs größtem Radfahrerverein Argus, sprach von einem Meilenstein: "Erstmals nimmt eine gemeinsame Vertretung aller Länder die Interessen der Alltagsfahrer auf Bundesebene wahr." Im neuen Vorstand sind alle Bundesländer vertreten, einzig Kärnten wird erst im Frühjahr hinzustoßen, wenn sich der dortige Landesverein gegründet hat.

Das bessere Verkehrsmittel

"Wir wollen an Effizienz und Einfluss gewinnen. Ziel ist es, mit einer Stimme und einem Ansprechpartner unsere Kräfte zu bündeln", sagte Alec Hager, Geschäftsführer und Sprecher der RLÖ, im APA-Gespräch. "Der Anteil der Radfahrer steigt, es braucht bessere Rahmenbedingungen." Es gehe dabei nicht um eine Konfrontation mit dem Autoverkehr. "Aber es gilt, Städte und Länder so zu gestalten, dass nicht nur das Auto Platz hat. Wir wollen vor allem Bewusstsein schaffen, dass das Rad in manchen Situationen einfach das bessere Verkehrsmittel ist."

Hager will in einem ersten Schritt die Kontakte mit den zuständigen Bundesministerien suchen. "Das betrifft vor allem die Regierungsressorts Verkehr, Umwelt, Gesundheit und Finanzen. Diese können und müssen dazu beitragen, dass der Radverkehr gefördert wird. Davon profitieren alle." Denn auch wenn manche Forderungen der Radfahr-Initiativen mit der StVO-Reform 2013 erfüllt wurden - "es gibt noch sehr viel zu tun."

Steueranreize für das Radfahren

So solle etwa das Finanzministerium Steueranreize schaffen, um Leute weg vom Auto zum Radfahren zu bewegen. "Die Erhöhung der Pendlerpauschale ging da leider in die falsche Richtung." In einem zweiten Schritt soll die Zahl der Mitglieder der Gründervereine von derzeit 6.500 deutlich erhöht werden: "Ohne jetzt einen konkreten Zeitrahmen zu nennen, peilen wir 10.000 an", sagte Hager.

Gründungsvereine der neuen "Radlobby Österreich" sind die Argus (Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundlicher Stadtverkehr) Wien, die Interessensgemeinschaft Fahrrad (IGF) Wien, die Argus Steiermark, die Initiative Fahrrad Oberösterreich, die Radlobby Niederösterreich und der Veloclub Salzburg. Im Vorstand sitzen zudem Vertreter aus Vorarlberg, Tirol und dem Burgenland. Übrigens: In Österreich gibt es laut Verkehrsclub Österreich (Stand 2010) sechs Millionen Fahrräder, 71 Prozent aller Haushalte verfügen über zumindest ein Fahrrad.




Schlagwörter

Radfahren, Freitritt, Radlobby

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2013-01-28 08:13:43
Letzte Änderung am 2013-01-28 08:39:48


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