
Wien. Die Jugendkampagne Kein Bock Auf Nazis veranstaltet im April in Wien und Leipzig zwei große Festivals. Headliner ist die Skatepunkband ZSK aus Berlin, die bereits mit den Toten Hosen auf Tour war und dieses Jahr ihr Comeback feiert. ZSK teilen sich die Bühne mit Fahnenflucht, Atlas Losing Grip (Schweden), Benzin, Radio Havanna und The Gogets aus Wien.
Gemeinsam wollen die Musiker ein deutliches Statement gegen Neonazis und Rassismus setzen. Neben Informationen über die Neonaziszene, gibt es bei dem Festival kostenlose Schülerzeitungen, Aufkleber und Stände von lokalen Initiativen gegen rechts. "Es höchste Zeit gemeinsam etwas gegen Neonazis zu unternehmen", sagt Tim Brenner von Kein Bock Auf Nazis. "Ob in Deutschland, Österreich oder anderen europäischen Ländern: überall haben wir das Problem zunehmender Gewalttaten von rechts. Mit dem Festival wollen Bands aus drei verschiedenen Ländern ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt und Rassismus setzen."
Außerdem soll mit dem Konzert in der Wiener Arena für die Großdemonstration am 14. April in Braunau mobilisiert werden. "Das Bündnis Braunau gegen rechts hat unsere volle Unterstützung", sagt Brenner. Joshi, Sänger von ZSK, sagt: "Die brutale Mordserie der Rechtsterroristen des NSU hat erneut bewiesen, wozu die militante Neonaziszene fähig ist. Wir wollen Mut machen nicht wegzuschauen, sondern sich den Nazis aktiv in den Weg zu stellen. Die erfolgreichen Massenblockaden in Dresden haben gezeigt, dass es möglich ist Naziaufmärsche gemeinsam zu verhindern."
Kein Bock auf Nazis ist Deutschlands größte unabhängige Jugendkampagne gegen Rechtsextremismus. Das ehrenamtliche Projekt wurde 2006 von ZSK und dem Apabiz gestartet. Mit Hilfe von Spenden wurden in den letzten
Jahren schon 250.000 kostenlose DVDs und mehr als eine Million
Schülerzeitungen bundesweit verteilt. Unterstützt wird die Initiative von den TotenHosen, den Ärzten, Beatsteaks, Fettes Brot, Donots, Casper, Wir sind Helden und weiteren Künstlern.