
Wien. Nach Testversuchen in mehreren Bezirken stellt die MA 48 die Problemstoffsammlung in Wien um. Ab Mai werden spezielle Fahrzeuge im ganzen Stadtgebiet unterwegs sein, um für die Umwelt gefährliche Abfälle einzusammeln. Sie werden an insgesamt 88 Standorten Halt machen, teilte Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) mit. Dort können Anrainer alle vier Wochen für eine Dauer von zwei Stunden Problemstoffe, bestimmte Altstoffe wie CDs oder Altspeiseöl sowie Klein-Elektrogeräte wie kaputte Haarföhns entsorgen.
Bedarfsorientiert Müllsammeln
"Problemstoffe haben im Restmüll nichts verloren und müssen gesondert entsorgt werden", mahnte Sima. Um die Termine nicht zu verpassen, können sich die Wiener per SMS oder E-Mail an den Abholtermin erinnern lassen.
Durch das neue Angebot ist es möglich, die Sammelorte flexibel dem Bedarf anzupassen. Über die stationären Container, die bisher im Einsatz waren, seien nur rund acht Prozent der Gesamtmenge an Problemstoffen abgegeben worden. Im Vorjahr waren dies rund 150 von insgesamt 2150 Tonnen. Außerhalb der Öffnungszeiten hätten die Container auch als illegale Entsorgungsorte gedient, was zu Beschwerden geführt hätte.
111 Standorte
Mit der wienweiten Einführung der mobilen Problemstoffsammlung ist es möglich, an insgesamt 111 Standorten Problemstoffe abzugeben. Neben den 88 mobilen Sammelstellen gibt es weiterhin die Option, jene Abfälle, die nicht in den Restmüll gehören und für die Umwelt gefährlich sind, auf einem der 19 Mistplätze abzuliefern. Ab Mai ist dies bereits ab 7 Uhr und nicht wie bisher erst ab 10 Uhr möglich. Bestehenbleiben die Problemstoffsammelstellen beim Karmelitermarkt, Vorgartenmarkt, Naschmarkt und Meidlingermarkt.