• vom 15.07.2012, 10:04 Uhr

Service

Update: 20.07.2012, 14:47 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Wien im Buch

Als die Donau alt wurde



  • Geschichten und Geschichte rund um die Alte Donau.

Ein schmaler Band berichtet über Geschichte und Geschichten des Freizeitparadieses Alte Donau. - Wiener Zeitung / Christian Rösner

Ein schmaler Band berichtet über Geschichte und Geschichten des Freizeitparadieses Alte Donau. Wiener Zeitung / Christian Rösner

Bevor die Donau alt wurde, überschwemmte sie die Stadt: Wenn es nach einem kräftigen Winter plötzlich taute, trat sie oft über ihre Ufer, verhinderte so eine Besiedelung ihrer umliegenden Gebiete und damit die dringend notwendige Stadterweiterung.

Bevor die Donau reguliert wurde, gab es langwierige Verhandlungen zwischen dem Staat, dem Land Niederösterreich und der Stadt Wien – Budgetüberschreitungen beim Bau inklusive. Eine lieb gewordene österreichische Tradition, die aber wahrscheinlich schon vor dem 19. Jahrhundert begründet wurde.

Augenzwinkernd und launig erzählt Jutta Duller-Mayrhofer, Redakteurin der "Yachtrevue", in diesem schmalen Band (95 Seiten) Wissenswertes und interessante Details zur Alten Donau. Unter anderem erfährt man auch, dass der "Geburtstag" der Alten Donau in der Nacht vom 15. auf den 16. April 1875 anzusetzen ist. Die Geschichten in diesem Band zeichnen dabei unterschiedliche Bilder, die doch immer wieder Wien zeigen und das Leben der Menschen, die diese Stadt durch die verschiedenen Zeitenläufe bevölkert haben. Sie alle kamen gerne an die Alte Donau. Auch unterschiedlichste Betriebe wie  Färbereien, Mühlen und Werften siedelten sich hier an. Später kam die Lustschifffahrt, enstanden Kleingartensiedlungen, gingen die Badegäste ins Gänsehäufel. Außerdem lag an der Alten Donau die Wiege des Segel- und des Rudersports in Österreich. Zahlreiche Fotografien runden die Geschichte der Alten Donau ab, die heute ein Synonym für Sommer, Sonne und Entspannung, aber im Winter auch der größte Wiener Eislaufplatz ist.

Das eine oder andere Mal wird aus der überschwänglichen Liebe der Autorin zu diesem Gestade allerdings eine kleine Werbebroschüre, wenn sie aufzählt, welche Betriebe ihre Dienstleistungen, welche Gasthäuser ihr Essen anbieten. Insgesamt bekommt der Leser mit der Lektüre dieses Bandes einen guten Einblick in die Entstehung des Freizeitparadieses und in die Bedeutung, die es für die Wiener Bevölkerung immer schon hatte.

Judith Duller-Mayrhofer: Die Alte Donau. Auf Sommerfrische in der Stadt. Metroverlag, 2012. 12 Euro




Schlagwörter

Wien im Buch, Alte Donau, Sachbuch

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-10 15:05:11
Letzte Änderung am 2012-07-20 14:47:04


Beliebte Inhalte



Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Aufräumen: Die Freiwilligen bargen am 5. Mai rund 100 Fässer (l.). Die Via Donau holte bis Freitag 320 "Auftriebskörper" aus dem Wasser, eine Ölsperre wurde errichtet (r.).
  • In der Alten Donau gammeln hunderte alte Fässer vor sich hin - manche von ihnen enthalten Giftstoffe.
  • weiter

Vor allem viel Fleisch wird am Hannovermarkt feilgeboten. - Vasari
  • 20.000 Menschen pro Woche besuchen den Markt. Die Tendenz steigt.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Radfahren ist gesund. Auch wenn es nur zehn Minuten pro Tag sind. - dpa
  • Sportwissenschafterin Tietze über Vorzüge und Risiken urbanen Radfahrens.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Absperrungen auf dem Heldenplatz soll es heuer erstmals nicht geben. - apa
  • Anstelle des Aufmarschs der Burschenschafter wird der Heldenplatz am 8. Mai zum Konzerttag.
  • weiter




Werbung





Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi" Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York.

Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen: 21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken.

Werbung