• vom 25.09.2012, 13:21 Uhr

Service

Update: 25.09.2012, 14:35 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



In der Marxergasse

Neuer zentraler Standort für sieben Finanzämter in Wien-Mitte



  • Teilinbetriebnahme für Mitte Dezember geplant.

Im Finanzzentrum Wien Mitte werden neun Finanzamts-Standorte zusammengefasst. - APAweb / Theodor Mank

Im Finanzzentrum Wien Mitte werden neun Finanzamts-Standorte zusammengefasst. APAweb / Theodor Mank

Wien. Wien bekommt eine zentrale Anlaufstelle, wenn es um Finanzielles geht: In der Marxergasse 4 neigen sich die Bauarbeiten für das neue Finanzzentrum Wien-Mitte (FZWM) dem Ende zu. Schon im Dezember werden sieben Wiener Finanzämter an den neuen Standort übersiedeln. Zusammenlegung und Zentralisierung sei die Devise, hieß es am Dienstag im Rahmen einer Presseführung durch die teils schon fertiggestellten Büroräume. Das Infocenter im Erdgeschoß soll bereits am 10. Dezember seine Pforten öffnen.

"Die Verwaltungsreform ist ein Thema, das uns über Jahre begleitet. Für Wien bedeutet das, dass von ursprünglich neun Standorten künftig eine zentrale Stelle diese Aufgaben erledigen wird", erklärte Hans-Georg Kramer, Generalsekretär im Bundesministerium für Finanzen vor Journalisten. Betroffen von der Zusammenlegung sind sieben Wiener Finanzämter sowie das Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel und auch der Bereich Großbetriebsprüfung Ost-Region.

Die Übersiedelung ist zeitlich in drei Etappen aufgeteilt: Bis 10. Dezember werden die Finanzämter mit den Zuständigkeiten für die Bezirke 4, 5 und 10 bzw. 8, 16 und 17 sowie das Finanzamt für die Bezirke 9, 18, 19 und Klosterneuburg in das neue Gebäude direkt über dem Bahnhof Wien-Mitte einziehen. Nur eine Woche später folgen die Finanzämter für die Bezirke 3, 11 und Gerasdorf, für die Bezirke 6, 7 und 15 sowie für die Bezirke 1 und 23. Bis März 2013 soll die Zusammenlegung abgeschlossen sein: Auch das Finanzamt für die Bezirke 12, 13, 14 und Purkersdorf, das Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel sowie der Bereich Großbetriebsprüfung werden dann ihre neuen Büroräumlichkeiten bezogen haben.

Sinn der Zusammenlegung in ein neues Finanzzentrum Wien-Mitte sei es,  Ressourcen einzusparen: "An den neun Standorten hatten wir einen Flächenumfang von 65.000 Quadratmetern. Künftig finden wir mit 35.000 Quadratmetern das Auslangen", hob Kramer hervor. Die bisherigen Gebäude, deren Bau teilweise noch bis vor die Gründerzeit zurückreichte, wären auf Dauer zu teuer geworden. Umbauarbeiten für einen barrierefreien Zugang hätten einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet. So habe man sich für einen neuen Standort mit guter Verkehrsanbindung entschieden. Die alten Gebäude seien bereits gekündigt worden und würden demnächst an ihren Besitzer, die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), zurückgegeben, hieß es.

Stillschweigen über Mietpreis
Wie viel Geld nun tatsächlich mit der Zusammenlegung eingespart wird, ließ Kramer aber offen. Über den Mietpreis sei bis zur vollständigen Vermietung aller Räumlichkeiten des Gebäudes mit dem Vermieter, der Wien Mitte Immobilien GmbH, Stillschweigen vereinbart worden: "Ich bitte um Verständnis. Ich kann nur sagen, dass wir sicher nicht gerne mehr bezahlen werden, als wir schon bezahlen oder bezahlen hätten müssen", so der Generalsekretär.

Im neuen Finanzzentrum Wien-Mitte werden künftig rund 1860 Finanzbedienstete arbeiten. Im Erdgeschoß ist ein Infocenter mit ausgedehnten Öffnungszeiten eingerichtet. Für vertraulichere Gespräche sind weiters 40 Beratungsplätze in den oberen Stockwerken vorgesehen, hieß es. Insgesamt wird es ab Dezember in Wien nur mehr zwei Finanzstandorte geben: Das FZWM und das Finanzamt für die Bezirke 2, 20, 21 und 22 in Kagran. Für generelle Informationen wird neben dem FZWM auch eine Infocenter-Außenstelle in Wien-Erdberg zur Verfügung stehen.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-25 13:35:49
Letzte Änderung am 2012-09-25 14:35:14


Beliebte Inhalte



Hier wird vereint, was vor ein paar Jahren für Kopfschütteln sorgte. - Mazak
  • Am 23. Mai eröffnet die Wohngemeinschaft offiziell ihre Pforten.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Familie Beclin bietet Kindern für wenige Wochen ein bisschen heile Welt . - Luiza Puiu
  • Bis zu acht Wochen leben Krisenpflegekinder bei Übergangsmüttern.
  • weiter

Wer liegt denn da, fragen sich einige Wiener bei der Volksanwaltschaft. - apa
  • 114 Missstände konnten im Jahr 2012 festgestellt werden.
  • weiter

Kein Copyright auf seine Gesten hat Charles alias Wolfgang Amadeus Mozart. - Luiza Puiu
  • Der Kodex der Straße ist Geschichte, heute kämpft jeder gegen jeden.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Absperrungen auf dem Heldenplatz soll es heuer erstmals nicht geben. - apa
  • Anstelle des Aufmarschs der Burschenschafter wird der Heldenplatz am 8. Mai zum Konzerttag.
  • weiter




Werbung





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung