• vom 04.10.2013, 17:49 Uhr

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Lange Nacht der Museen

500.000 Freunde der Nachtkultur




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  • In Wien wird bei der 14. Auflage des Events mit 128 Veranstaltungsorten ein neuer Rekord verzeichnet
  • Die Lange Nacht der Museen geht in 700 Kulturinstitutionen über die Bühne.

Oskar Kokoschka, Armdrücken im Prater, Reinzeichnen in Bilder und Stadtentwicklung - alles Themen der "Langen Nacht". Foundation Oskar Kokoschka/VBK, corbis, Ipsum, Pfarrhofer

Oskar Kokoschka, Armdrücken im Prater, Reinzeichnen in Bilder und Stadtentwicklung - alles Themen der "Langen Nacht". Foundation Oskar Kokoschka/VBK, corbis, Ipsum, Pfarrhofer

Wien. (rös/vas) In der Nacht von Samstag auf Sonntag geht die größte Kulturinitiative des Landes über die Bühne: Fast eine halbe Million Menschen werden sich in der "Langen Nacht der Museen" in 700 Kulturinstitutionen in ganz Österreich herumtummeln.


In Wien wird bei der mittlerweile 14. Auflage dieses Events mit 128 teilnehmenden Kulturinstitutionen ein neuer Rekord verzeichnet. 53 Häuser haben dabei auch spezielle Programme für Kinder vorbereitet. Und es wurde darauf geachtet, dass der Begriff "Museum" so breit wie möglich ausgelegt wird. Auf dem Programm stehen nämlich abseits der "Museumsklassiker" auch denkmalgeschützte Bahnhöfe, Armdrücken im Prater oder sogar Brieftauben, Clowns, Zähne, Münzautomaten, Zauberkästen, Heizkultur und Mist.

Fresken und Minnegesang
Neben den laufenden Ausstellungen gibt es also fast überall Spezialprogramme. "Über die Jahre haben wir allerlei gelernt - etwa, die Programme durchgehend anzubieten", erklärt Wien-Museum-Direktor Wolfgang Kos. Vor allem die kleineren Spezialmuseen bieten sich demnach als Entdeckungen an: Die mittelalterlichen Neidhart-Fresken am Standort Tuchlauben werden etwa den ganzen Abend von einem Lautenspieler mit Minnegesang begleitet, im Pratermuseum kann man sich im Armdrücken mit "echten starken Männern" messen.

Brieftauben und Architektur
Eine eigene Sonderschau hat man sich im Heeresgeschichtlichen Museum einfallen lassen - und setzt in Zeiten von Smartphones und Facebook auf die Brieftaube: "Die meisten wissen nicht, dass sie bis in die 70er Jahre eingesetzt wurden, weil man diese Kommunikation im Gegensatz zu modernen Mitteln nicht stören oder mitschneiden kann", so Museumsdirektor Christian Ortner.

Das Thema "Zwischennutzung" stellt der Kunstverein Ipsum im Westbahnhof in den Mittelpunkt. Anhand von Bildern sollen Interessierte bei der Liftsäule dazu angeregt werden, zu dem Thema Stellung zu beziehen. "Einerseits können Sie ihre Meinung dazu aufnehmen lassen oder auch schriftlich abgeben, indem sie in ausgewählte Bilder reinzeichnen oder reinschreiben", sagt Erik Hörtnagl. Das Ziel der Veranstaltung ist die Interaktion zwischen Passanten.

Heizkultur und Gerüche
Um Stadtentwicklung geht es beim Bahnorama-Turm auf dem Areal des Hauptbahnhofs. Zwischen 18 und 24 Uhr haben Besucher die Möglichkeit, den 40 Meter hohen Turm und die Ausstellung zu besuchen. Für Kinder wird zwischen 18 und 21 Uhr ein Turm-Basteln angeboten.

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Dokument erstellt am 2013-10-04 17:53:04





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