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Update: 15.05.2017, 13:33 Uhr

Spedition

Schule für Möbelpacker




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16 Stunden lang stehen im Weiterbildungsinstitut unter anderem Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen, richtige Rechnungslegung, aber auch Kalkulationen für den Autokauf am Stundenplan. Kleintransporteure lernen die wichtigsten Regelungen aus dem Güterbeförderungsgesetz, Wissenswertes über Kurzparkzonen und Ladezonen. Marketing, Kommunikation und Benimmregeln, Verkauf und der eigene Internetauftritt sind weitere Kursinhalte. Die Wirtschaftskammer übernimmt die Hälfte der Kurskosten, die sich insgesamt auf 350 Euro belaufen.

"Wir sind ein junges Unternehmen, das seit Jänner in Wien tätig ist. Ich finde das Gütesiegel sehr wichtig, um dem Transportgewerbe jenen Stellenwert zu geben, den es verdient", sagt Theobald Schneider, der gemeinsam mit seinem Sohn an dem Fahrtechnikkurs teilnimmt. "Es ist ein hartes Gewerbe, bei dem man sehr gut kalkulieren muss, da ist ein Gütesiegel wichtig", so Schneider. Man müsse einen langen Atmen haben, dann schaffe man es, meint Sascha Novakov.

Der Wiener ist seit acht Jahren als Kleintransporteur tätig und macht ein bis zwei Umzüge an sechs Tagen in der Woche. "Der Preiskampf mit Billiganbietern ist hart. Aber viele Kunden setzen immer mehr auf Qualität, da sie schlechte Erfahrung gemacht haben", meint Novakov. Schneider und Novakov sind zwei von sechs Wiener Unternehmern, die im Juni mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden. Das Gütesiegel gilt ein Jahr lang, und wird nur dann von der Fachgruppe verlängert, wenn die Unternehmer alle Kriterien weiterhin erfüllen.

Entzug bei Beschwerden
"Das Gütesiegel kann auch entzogen werden, wenn es zu einer Häufung von Kundenbeschwerden kommt. Wir legen jedoch Wert darauf, dass uns die Beschwerden schriftlich dargelegt werden", sagt Pokorny. Wer mit dem Gütesiegel ausgezeichnet wird, bekommt einen Fahrzeugaufkleber mit dem Gütesiegel-Logo. Weiteres wird die Zertifizierung im Firmen A-Z, dem öffentlichen Mitgliederverzeichnis der Wirtschaftskammer, vermerkt. Und wie können sich Konsumenten von schwarzen Schafen schützen? "Man sollte sich alle Vereinbarungen schriftlich geben lassen. Sollte es während des Umzuges zu Unklarheiten kommen oder, wenn man sich unter Druck gesetzt fühlt, dann sollte man sofort die Polizei rufen", erläutert Pokorny.

Die Fachgruppe hat auf ihrer Webseite (www.wko.at/wien/kleintransporteure) eine Kunden-Checkliste für die richtige Wahl eines Klein-Transportunternehmens erstellt. Ein wichtiger Punkt dabei: Hat das Unternehmen die Mehrkosten dem Konsumenten mitgeteilt? Denn kommt es zu einer Kostenüberschreitung, muss laut Konsumentenschutz der Kunde rechtzeitig darüber informiert werden, damit er das Angebot annehmen oder ablehnen kann. In Wien sind rund 2000 Kleintransporteure aktiv, inklusive den Fahrradboten, die auch zur Fachgruppe gehören.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-12 17:27:06
Letzte nderung am 2017-05-15 13:33:10





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