• vom 11.07.2017, 17:41 Uhr

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Update: 11.07.2017, 17:51 Uhr

Wiener Linien

Öffi-Netz neu ab September




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  • Verkehrsstadträtin Ulli Sima: "Jeder dritte Fahrgast wird betroffen sein."

Probefahrt der U1 in der Station Oberlaa. Ab 2. September eröffnet offiziell der Betrieb. - © Wiener Linien/Manfred Helmer

Probefahrt der U1 in der Station Oberlaa. Ab 2. September eröffnet offiziell der Betrieb. © Wiener Linien/Manfred Helmer



Wien. (aum) "Entschuldigung, aber die Straßenbahn hat sich verfahren." Absurd anmutende Ausreden werden so manchem zu spät kommendem Öffi-Fahrer ab September durch den Kopf gehen. Denn ab da tritt die größte Netzänderung der Wiener Linien seit Jahrzehnten in Kraft. Sie reicht von Linienwechseln in Ottakring, Hernals, Hietzing und Liesing bis hin zur Verlängerung der U1 und dem damit einhergehenden Busnetzaus- und umbau in Favoriten. Wer die Änderungen bis zum 2. September - dem Stichtag für die Neuerungen - nicht präsent hat, kann schon einmal wo anders landen, als er wollte. "Jeder dritte Fahrgast wird betroffen sein", sagte die für die Wiener Linien zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Dienstag, die den Großteil der Änderungen bereits vergangenen Monat gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou präsentiert hatte.

Der große Fokus liegt auf Favoriten. Hier gehen fünf neue Stationen der U1 in Betrieb: Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und Oberlaa. Mit ihrer Verlängerung wird die U1 der U2 den Rang als längste U-Bahnstrecke Wiens ablaufen. Die Erhöhung der laufenden jährlichen Betriebskosten soll durch die Verlängerung im "niedrigen Millionenbereich" liegen, sagte Günter Steinbauer, Chef der Wiener Linien, auf Frage der "Wiener Zeitung". Unterm Strich soll es durch Rationalisierungen, allerdings insgesamt zu keinem Anstieg der Kosten kommen.

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Fünf bis sechs neue U-Bahngarnituren braucht die Linie U1 durch die Verlängerung. Dabei handelt es sich um bereits vorhandene und bekannte V-Züge von Siemens. Um den Großauftrag der neuen Züge, die im Zuge des U5-Baus geordert werden, duellieren sich ja derzeit die deutsche Firma Siemens und die kanadische Bombardier - wenn auch es ein offenes Geheimnis ist, dass beide Unternehmen derzeit ohnedies über die Fusion ihrer Bahn-Divisionen verhandeln.

Die neuen Stationen der U1 werden einhergehen mit Adaptierungen des Busnetzes. In der Alaudagasse entsteht ein neuer Knotenpunkt für die Busse 16A, 17A, 19A, 67A und 67B. Dazu gibt es bessere Intervalle, längere Betriebszeiten (bis zur letzten U-Bahn) und neue Querverbindungen (15A und 16A) zwischen U1 und U6.

In Hietzing wird die Verlängerungen der Linie 60 zum Westbahnhof und der Linie 10 nach Unter St. Veit - jeweils ab der Station Hietzing - die Linie 58 ersetzen. Für viele Fahrgäste entstehen so neue Direktverbindungen, etwa von Liesing zum Westbahnhof. Die Verlängerung der Linie 10 ermöglicht Fahrgästen aus Unter St. Veit weiterhin die Anbindung an die U4 sowie die U3.

In Ottakring beziehungsweise Hernals tauschen die Linien 2 und 44 am Johann-Nepomuk-Berger-Platz (JNB) ihre westlichen Streckenäste. Die Linie 2 fährt künftig vom Friedrich-Engels-Platz kommend ab dem JNB auf der bisherigen 44er-Route nach Dornbach und bekommt dort eine neue Endstelle. Die Linie 44 fährt ab Herbst vom Schottentor kommend über den JNB und die bisherige Strecke der Linie 2 bis Ottakring. Die Idee dahinter ist, eine Erweiterung des Einzugsgebiets der beiden Bezirke. Bisher hatten Ottakring (mit dem 2er und dem 46er ausgehend von der Bellaria) und Hernals (mit dem 43er und dem 44er mit Start am Schottentor) je zwei parallel geführte Straßenbahnlinien, die einander am Anfang und am Ende der Strecke kreuzten.

Ab 4. September wiederum gibt es eine gute Nachricht für die Bewohner der Seestadt Aspern. Die U2 wird dann von Montag bis Freitag (Schultage) von Betriebsbeginn bis etwa 8 Uhr 30 mit jedem Zug in die Seestadt fahren. In der Morgenspitze liegt das Intervall dann bei unter vier Minuten. Bisher fuhr ganztägig jeder zweite U2-Zug in die Seestadt.

Neben dem neuen Liniennetz, werden sich die Fahrgäste auch an neue Haltestellennamen gewöhnen müssen. Dabei handelt es sich allerdings mehrheitlich um Vereinfachungen, die die Online-Suche erleichtern sollen, wie Steinbauer erklärt. So wird aus der Station "Stadiongasse, Parlament" einfach nur die Station "Parlament" oder aus "Hietzing U, Kennedybrücke" einfach "Hietzing U".




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Wiener Linien, U1

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Dokument erstellt am 2017-07-11 17:45:08
Letzte nderung am 2017-07-11 17:51:09




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