• vom 10.09.2010, 18:24 Uhr

Stadtleben

Update: 21.09.2010, 15:54 Uhr

2. Bezirk: Leopoldstadt

Die Leopoldstadt ändert ihr Gesicht




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Von Nina Flori

  • Vom Donaukanal bis zur Donau - ab 2. Oktober kann die Leopoldstadt mit der Linie U2 durchquert werden.
  • Aufwind für Bezirk durch zahlreiche Großinvestitionen.
  • Straßenstrich im Stuwerviertel aber weiter unter Kritik.
  • Augartenspitz: Bauarbeiten am Konzertsaal laufen.
  • Wien. Seit dem Jahr 2008 fährt die U2 vom Karlsplatz bis zum Stadion. Ab 2. Oktober - also rechtzeitig vor der Wahl - wird nun das neue Teilstück zwischen Stadion und Aspernstraße eröffnet. Durch die neue Strecke werden die Bezirke Leopoldstadt und Donaustadt verbunden.

2008 wurde der Pratervorplatz neu gestaltet, bis 2012 soll der Konzertsaal am Augartenspitz fertig sein. Foto: apa/flor

2008 wurde der Pratervorplatz neu gestaltet, bis 2012 soll der Konzertsaal am Augartenspitz fertig sein. Foto: apa/flor

2008 wurde der Pratervorplatz neu gestaltet, bis 2012 soll der Konzertsaal am Augartenspitz fertig sein. Foto: apa/flor

2008 wurde der Pratervorplatz neu gestaltet, bis 2012 soll der Konzertsaal am Augartenspitz fertig sein. Foto: apa/flor 2008 wurde der Pratervorplatz neu gestaltet, bis 2012 soll der Konzertsaal am Augartenspitz fertig sein. Foto: apa/flor

"Unser Anliegen ist es, die Gesamtentwicklung des 2. Bezirks weiter voranzutreiben und die globale Lebensqualität der Bewohner weiter zu verbessern", sagt SPÖ-Bezirksvorsteher, Gerhard Kubik im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Die Verlängerung der Linie U2 dient als wesentliche Voraussetzung dafür: Durch die nun verkehrstechnisch gute Anbindung wurde das Gelände entlang des Praters aufgewertet - die darauf folgenden zahlreichen Bauprojekte veränderten das Gesicht von Leopoldstadt.

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2004 erfolgte der Bau der neuen Messe Wien, im Jahr 2009 wurde die im "Viertel Zwei" gelegene OMV-Konzernzentrale unweit der U2-Station Krieau eröffnet. Rechtzeitig zur Fußball-EM 2008 konnte der Um- und Neubau des Pratersterns, für den rund 39 Millionen Euro aufgebracht wurden, fertiggestellt werden. Zur selben Zeit wurde auch der neu gestaltete Pratervorplatz eröffnet, der bis heute heftig kritisiert wird: "Es regt die Leute wahnsinnig auf, was da gelaufen ist", sagt FPÖ-Bezirksklubobmann Wolfgang Seidl. In einem Kontrollamtsbericht vom Oktober 2008 wurden die fehlende Ausschreibung und die Vergabe an den Subunternehmer "Explore 5D" ohne Baumeisterbefugnis kritisiert. Die zuständige Stadträtin Grete Laska trat im März 2009 schließlich zurück - mit der offiziellen Begründung, sich künftig "hauptberuflich" um ihre Enkel kümmern zu wollen.

Kritik: 60 Millionen Euro teurer Pratervorplatz

"Der Vorplatz ist an Horror nicht zu überbieten. Das dafür 60 Millionen Euro ausgegeben wurden, ist unvorstellbar", meint Seidl. Die dafür Verantwortlichen müssten nun endlich Rechenschaft ablegen. Zudem sollte man überlegen, ob an dem Platz noch irgendeine Änderung möglich sei.

Eine weiteres Großprojekt - mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro - soll bis zum Herbst 2012 fertiggestellt werden: Zwischen Messe und Prater wird der neue Campus der Wirtschaftsuniversität Wien errichtet. Der Standort an der Südportalstraße wird eine Nettonutzfläche von rund 102.000 Quadratmetern umfassen - 35.000 Quadratmeter davon werden bebaut.

Gebaut werden soll - wenn es nach der ÖVP geht - auch in der Prater-Hauptallee. Schon mehrmals machte die Bezirkspartei mit dem Vorschlag, die Allee zu untertunneln, auf sich aufmerksam. Konkret sollen die Pkw dort, wo die viel befahrene Meiereistraße die 4,4 Kilometer lange Verbindung zwischen Praterstern und Lusthaus quert, durch den Untergrund geschleust werden. Das 500 Meter lange Vorhaben würde sich mit bis zu 1,4 Millionen Euro plus Planungskosten zu Buche schlagen, erklärt der Spitzenkandidat im Bezirk, Norbert Walter.

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Dokument erstellt am 2010-09-10 18:24:38
Letzte Änderung am 2010-09-21 15:54:00



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