• vom 30.04.2012, 13:51 Uhr

Stadtleben

Update: 02.05.2012, 10:59 Uhr
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Copa Cagrana: Behördeneinsatz nach Abwasser-Austritt



  • Laut Pächter war Vandalenakt für Schaden verantwortlich.

Auf der Copa Cagrana kam es nach Abwasser-Austritt zu einem Behördeneinsatz. - APAweb / Helmut Fohringer

Auf der Copa Cagrana kam es nach Abwasser-Austritt zu einem Behördeneinsatz. APAweb / Helmut Fohringer

Wien. Die Gastro-Meile Copa Cagrana an der Neuen Donau in Wien hat am Wochenende nicht nur Besuch von Lokalgästen erhalten, sondern auch von der Behörde: Die zuständige Gewässer-Magistratsabteilung 45 schritt ein, nachdem bekanntgeworden war, dass Abwässer von fünf Betrieben direkt in die Neue Donau fließen. Laut einer Rathaus-Aussendung am Montag sind tote Fische und eine Beeinträchtigung der Wasserqualität festgestellt worden. Laut Copa-Pächter Norbert Weber wurde der Austritt durch einen Vandalenakt verursacht.

Das Magistrat ortete jedenfalls "Gefahr in Verzug", wie es hieß. Die Feuerwehr sei verständigt und die Abwasserleitung der Lokale verschlossen worden. Auch der Amtsarzt und die Polizei wurden laut Aussendung angesichts der "grob fahrlässigen Gewässerverunreinigung" alarmiert. Der Fettfilm am Treppelweg wurde von der MA 48 entfernt.

Probleme mit Abwasser-Hauptstrang und Fettabscheider
Wie der Pächter der Lokalmeile am Montag im APA-Gespräch erklärte, wurden die Leitungen von unbekannten Personen aufgeschnitten. Als die MA 45 eingetroffen sei, sei der Großteil des Schadens bereits wieder repariert gewesen. "Jetzt ist alles dicht", so Weber. Er versicherte, dass die Betriebe an der Copa Cagrana stets darauf achten würden, dass die Neue Donau nicht verunreinigt werde: "Es ist in unserem Interesse, dass das Wasser sauber ist."

Laut Einsatzbericht der MA 45 wurde jedoch auch festgestellt, dass der Abwasser-Hauptstrang unterdimensioniert ist und der Fettabscheider für die vorhandenen Lokale nicht regelmäßig gereinigt wird. Auch seien im Inneren eines Lokals mehrere Behälter mit "nicht definierbaren Flüssigkeiten" - zum Teil übelriechend - gefunden worden.

Langer Clinch
Die Stadt und der Generalpächter der Freizeitanlage liegen seit längerer Zeit im Clinch, wobei zuletzt auch eine Räumungsklage eingebracht wurde. 2011 ließ die Behörde desolate Bauten, darunter ein zum Teil im Wasser liegendes Floß, abtransportieren.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-30 13:51:30
Letzte Änderung am 2012-05-02 10:59:10


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