
Wien. (may) So schön hätte der erste Badetag am 1. Mai sein können - doch statt Abkühlung im blauen Nass des Wiener Stadionbades erlebten einige Besucher eine sprichwörtliche kalte Dusche. Denn der Inhalt ihrer Dauerkästchen war im Zuge von Sanierungsarbeiten einfach entrümpelt und vernichtet worden. "Nachdem ich 45 Minuten vor der Kassa anstellen musste, wurde mir dort dann mitgeteilt, dass alle meine Sachen weg sind", beklagt ein betroffener Badegast im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Das besondere Pech der Frau: Im Spind hatten sich all ihre Badeanzüge befunden, sodass sie bei Temperaturen von 30 Grad nicht ins heiß ersehnte Becken springen konnte.
Für die Betroffene, die seit Jahren ein Dauerabo auf ein Kästchen hat, ist es unverständlich, nicht richtig informiert worden zu sein. "Angeblich hat es am Ende der Saison einen Aushang gegeben." Warum es keinen Hinweis mit dem jährlich zugeschickten Zahlschein gegeben hat, ist ihr schleierhaft. Andere hätte es noch schlimmer erwischt, da seien Liegen und Sonnenschirme ausgeräumt worden. Beim Bad-Betreiber, der Stadthalle, bedauert man zwar die Causa, sieht sich aber im Recht. "Der Nutzungsvertrag gilt immer nur bis Saisonende, daher hätten die Spinde so oder so geräumt werden müssen." Und von 1400 Nutzern hätten nur rund 15 ihre Sachen nicht weggeschafft.