• vom 03.05.2012, 17:37 Uhr

Stadtleben

  • Artikel
  • Lesenswert (20)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Neubau für expandierende Psychotherapie-Hochschule soll 2014 fertig sein - auch Studentenheim geplant

Freud-Universität zieht in Prater


Von Christian Mayr

  • Größte Privatuni Österreichs sichert sich Fläche direkt neben der neuen WU.

Zukunftsträchtiger Standort: Die Freud-Uni wird Nachbar der in Bau befindlichen neuen WU.

Zukunftsträchtiger Standort: Die Freud-Uni wird Nachbar der in Bau befindlichen neuen WU.

Wien. Eines der begehrtesten Grundstücke im Bildungsbereich ist seit kurzem fix vergeben: Wie die "Wiener Zeitung" erfahren hat, wird sich die Sigmund-Freud-Privatuniversität direkt neben der im kommenden Jahr fertiggestellten neuen Wirtschaftsuniversität (WU) im Prater ansiedeln. Die mehrere tausend Quadratmeter große Fläche an der Nordwest-Ecke des Entwicklungsgebietes (siehe Bild) war von der Stadt Wien lange freigehalten worden - mit dem ursprünglichen Ziel, dort ein Hotel zu realisieren. Nun soll aber im Studienjahr 2014/2015 die mittlerweile zur größten Privatuniversität Österreichs aufgestiegene Freund-Uni ihren Studienbetrieb im Prater aufnehmen.

Werbung

Gemeinsam mit der Czernin-Gruppe hat die Privatuniversität eine Errichtungsgesellschaft gegründet, bestätigt Rektor Alfred Pritz: "Es sind insgesamt drei Baukörper geplant. Außer uns noch ein Studentenheim und ein weiteres Gebäude für andere universitäre Nutzung." Gemeinsam mit der Stadt Wien wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, dessen Sieger am 30. Mai feststehen soll, so Pritz. Das neue Gebäude wird über rund 5500 Quadratmeter Nutzfläche auf sechs Geschoßen verfügen.

Kein Geld vom Steuerzahler

Rektor Alfred Pritz.

Rektor Alfred Pritz.© APA Rektor Alfred Pritz.© APA

Derzeit ist die renommierte Psychotherapie-Universität in einem ehemaligen Finanzgebäude in der Landstraßer Schnirchgasse eingemietet. Laut Pritz sei dieses ehemalige Schulungsgebäude zwar für universitäre Zwecke gut nutzbar, letztlich aber doch stark sanierungsbedürftig. "Eine Totalrenovierung wäre daher auch nicht viel billiger als ein Neubau", rechnet der Rektor vor. Also habe man sich für die langfristige Investition eines Neubaus entschlossen, der - so wie der Studienbetrieb - ganz ohne Förderungen von Bund und Land auskommen werde. "Es gibt auch keine Mäzene; die Eigentümer der Universität sind die Mäzene."

Pritz erwartet sich jedenfalls enorme Vorteile vom künftigen Standort - speziell vom großen Nachbarn, der WU: "Wir sind schon in Gesprächen, wie man Synergien bei der Bibliotheksnutzung, der Mensa oder einer gemeinsamen IT schaffen kann", verrät Pritz. Ebenso könnten sich gemeinsame Forschungsprojekte ergeben. Und natürlich sei die Lage des Bauprojekts hervorragend: Es gibt einen Direktanschluss an die U2 (Station "Messe"), die Endstelle der Linie 1 ist ein paar Gehminuten durch den grünen Prater entfernt; Letzterer wiederum biete viele Erholungsflächen.

Die Zahl der Studierenden könnte dann am neuen Standort noch einmal gesteigert werden - laut Pritz um rund 200 zu den derzeit 1200 Personen. Insgesamt befindet sich die Sigmund-Freud-Privatuniversität national wie international auf Expansionskurs: In Österreich strebt man drei Standorte an - ab Herbst startet in Linz ein Bakkalaureat-Studium in Psychologie; zudem wird in Klagenfurt eine private Medizin-Universität mitaufgebaut. Außer dem bereits bestehenden Standort in Paris soll es bald auch Niederlassungen in Laibach und Berlin geben, so Pritz.

Das enorme Interesse erklärt er sich einerseits mit dem für Österreich singulären Angebot an Psychotherapiewissenschaft, andererseits aber auch mit der persönlichen Betreuung, die für hohe Zufriedenheit sorge.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-03 17:44:10


Beliebte Inhalte



Aufräumen: Die Freiwilligen bargen am 5. Mai rund 100 Fässer (l.). Die Via Donau holte bis Freitag 320 "Auftriebskörper" aus dem Wasser, eine Ölsperre wurde errichtet (r.).
  • In der Alten Donau gammeln hunderte alte Fässer vor sich hin - manche von ihnen enthalten Giftstoffe.
  • weiter

Vor allem viel Fleisch wird am Hannovermarkt feilgeboten. - Vasari
  • 20.000 Menschen pro Woche besuchen den Markt. Die Tendenz steigt.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Radfahren ist gesund. Auch wenn es nur zehn Minuten pro Tag sind. - dpa
  • Sportwissenschafterin Tietze über Vorzüge und Risiken urbanen Radfahrens.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Absperrungen auf dem Heldenplatz soll es heuer erstmals nicht geben. - apa
  • Anstelle des Aufmarschs der Burschenschafter wird der Heldenplatz am 8. Mai zum Konzerttag.
  • weiter




Werbung




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

20.5.2013: Ein tibetischer Mönch hält ein Schild neben einem Plakat, das Gedhun Choekyi Nyima, den elften Penchen Lama zeigt, der vom Dalai Lama anerkannt wird. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung