• vom 10.05.2012, 17:01 Uhr

Stadtleben

Update: 14.05.2012, 12:29 Uhr
  • Artikel
  • Video
  • Lesenswert (10)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Riesige Rauchsäule über der Bundeshauptstadt

Großbrand auf WU-Baustelle in Wien



  • Brand vermutlich durch Flämmarbeiten verursacht.
  • Ein Bauarbeiter verletzt.

Ein Brand in der Südportalstraße am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) hat zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung geführt.

Ein Brand in der Südportalstraße am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) hat zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung geführt.APAweb / Lisa Göltl Ein Brand in der Südportalstraße am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) hat zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung geführt.APAweb / Lisa Göltl

Ein Brand auf dem Dach der in Bau befindlichen Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) in der Messestraße/Südportalstraße in der Leopoldstadt hat am Donnerstagnachmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung geführt. Die Einsatzkräfte riefen zunächst Alarmstufe 2 aus, die Feuerwehr stand mit 70 Mann im Dienst. Hohe Rauchsäulen waren bis weit über die Stadt zu sehen. Ein Bauarbeiter musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Brand dürfte bei Flämmarbeiten im Dachbereich der Baustelle ausgebrochen sein. "Extrudiertes Polystyrol, also Kunststoff, der zur Wärmedämmung verwendet wird, hat wahrscheinlich Feuer gefangen", sagte Ernst Eichinger, Sprecher der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Rund 100 Arbeiter waren zum Zeitpunkt des Brandes am Departmentgebäude W2 beschäftigt. Laut Feuerwehr wurden das fünfte und sechste Obergeschoß vom Feuer erfasst. Rund um den Einsatzort wurden die Straßen großräumig für den Verkehr gesperrt. Von der Wiener Rettung rückte der Katastrophenzug vorsorglich aus.

Starke Rauchentwicklung...

Starke Rauchentwicklung...Zauner Starke Rauchentwicklung...Zauner

"Ich bin so erschrocken. Es gab eine riesige schwarze Wolke. Es war keine Explosion zu hören. Flammen haben keine gelodert", schilderte eine Anrainerin gegenüber der APA. Die Rauchwolke war fast in der gesamten Wiener Innenstadt zu sehen, überall versammelten sich zahlreiche Schaulustige, so auch auf der Donauinsel, dem Augarten oder auch im Stadtpark.

"Brand aus" nach einer Stunde
Gegen 16.45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Kurze Zeit später riegelte bereits die Polizei die Baustelle großräumig ab, auch hier versammelten sich Dutzende Schaulustige rund um die Absperrbänder und verfolgten gebannt die Löscharbeiten der Feuerwehr. Diese erfolgte schließlich mit Wasserwerfern von einer Drehleiter aus. Handgeführte Löschleitungen wurden im Innenangriff verwendet. "15 Fahrzeuge, darunter auch ein Großtanklöschfahrzeug, waren im Einsatz", erläuterte Viktoria Zechmeister von der Wiener Feuerwehr. "Eine Kiste mit zwei Gasflaschen konnte von einem Bauarbeiter noch in Sicherheit gebracht werden, eine weitere haben wir weggebracht", so die Feuerwehrfrau. Das Feuer war bald unter Kontrolle, um 17.45 Uhr konnte bereits "Brand aus" gegeben werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch am Abend noch an.

"Die genaue Schadensursache wird von einem Sachverständigen erhoben werden", sagte Eichinger. Der betreffende Bauteil wird gesperrt. Insgesamt verzögere sich die Errichtung der neuen WU dadurch aber nicht, betonte Eichinger. Die Institute für Wirtschafts-und Sozialrecht sollen in dem betroffenem Gebäudekomplex untergebracht werden. Als Architekten zeichnen sich hierfür Peter Cook und sein CRABstudio verantwortlich.

Die Wirtschaftsuniversität Wien hat sich 2007 für einen Neubau zwischen Prater und Messegelände entschieden, das 1982 eröffnete derzeitige Hauptgebäude der WU in Wien-Alsergrund ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Im Oktober 2009 erfolgte der Spatenstich, der neue WU-Campus erstreckt sich auf rund 100.000 Quadratmetern. Ab dem Wintersemester 2013 sollen dort sechs Gebäudekomplexe, geplant von internationalen Architekten wie Zaha Hadid und eben Peter Cook, Platz für 27.000 Studenten bieten. Laut WU ist es das größte universitäre Bauprojekt in Europa, die Gesamtkosten betragen 490 Millionen Euro zuzüglich 46 Millionen Euro Einrichtungskosten.


zurück zum Artikel





Schlagwörter

Wirtschaftsuniversität

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-10 17:01:54
Letzte Änderung am 2012-05-14 12:29:11


Beliebte Inhalte



Hier wird vereint, was vor ein paar Jahren für Kopfschütteln sorgte. - Mazak
  • Am 23. Mai eröffnet die Wohngemeinschaft offiziell ihre Pforten.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Familie Beclin bietet Kindern für wenige Wochen ein bisschen heile Welt . - Luiza Puiu
  • Bis zu acht Wochen leben Krisenpflegekinder bei Übergangsmüttern.
  • weiter

Wer liegt denn da, fragen sich einige Wiener bei der Volksanwaltschaft. - apa
  • 114 Missstände konnten im Jahr 2012 festgestellt werden.
  • weiter

Kein Copyright auf seine Gesten hat Charles alias Wolfgang Amadeus Mozart. - Luiza Puiu
  • Der Kodex der Straße ist Geschichte, heute kämpft jeder gegen jeden.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

Absperrungen auf dem Heldenplatz soll es heuer erstmals nicht geben. - apa
  • Anstelle des Aufmarschs der Burschenschafter wird der Heldenplatz am 8. Mai zum Konzerttag.
  • weiter




Werbung




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung