• vom 11.05.2012, 10:55 Uhr

Stadtleben

Update: 14.05.2012, 11:49 Uhr
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Arbeiten an Baustelle gehen weiter

Gutachter ermitteln Ursache für WU-Brand



Ein Brand am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität verursachte eine riesige Rauchsäule.

Ein Brand am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität verursachte eine riesige Rauchsäule.Faatz/APA Ein Brand am Baustellengelände der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität verursachte eine riesige Rauchsäule.Faatz/APA

Wien. Nach dem spektakulären Brand auf der Baustelle der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) in der Leopoldstadt - die Rauchsäule war bis nach Niederösterreich zu sehen - gingen die Arbeiten am Freitag fast ungestört weiter. Lediglich der unmittelbare Bereich, wo am Donnerstag das vermutlich durch Flämmarbeiten ausgelöste Feuer getobt hatte, war laut Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) gesperrt. Dort sollte ein Gutachter Brandursache sowie Schadenshöhe ermitteln.

Das Feuer war am Nachmittag auf dem WU-Dach in der Messestraße/Südportalstraße ausgebrochen und hatte gegen 16.45 Uhr zu einem Großeinsatz von Feuerwehr (Alarmstufe 2) und Rettung geführt. Ein Arbeiter musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden. Die hohe Rauchsäule war weithin zu sehen - in der Einsatzzentrale der Feuerwehr liefen die Telefone heiß. Es wurde eine Mehrzahl der sonst üblichen Anrufe registriert.

Die Flammen hatten im Dachbereich der Baustelle, vermutlich durch Flämmarbeiten, ihren Ausgang genommen. Es kam zu einem ausgedehnten Brand von Isoliermaterial, Teerpappe und ungefähr 500 Kilogramm Styroporplatten auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern, teilte die Feuerwehr in einer Aussendung mit. Rund 100 Arbeiter waren zu diesem Zeitpunkt im Bauabschnitt W2 beschäftigt. Sie konnten sich bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Das fünfte und sechste Obergeschoß wurden vom Feuer erfasst.

Die Flammen wurden bald unter Kontrolle gebracht, um 17.45 Uhr konnte "Brand aus" gegeben werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch am Abend noch an. Und in den Nachtstunden kontrollierte die Feuerwehr den Bauabschnitt auf etwaige Glutnester.

Laut Ernst Eichinger, Sprecher der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), werde sich die Errichtung der neuen WU durch den Brand nicht verzögern. Gesperrt wurde lediglich ein Viertel von W2, das wiederum nur einer von insgesamt sechs Bauabschnitten ist. Die Institute für Wirtschafts-und Sozialrecht sollen in dem betroffenem Gebäudekomplex untergebracht werden. Als Architekten zeichnen dafür Peter Cook und sein CRABstudio verantwortlich.

Ab dem Wintersemester 2013 sollen die sechs Gebäudekomplexe Platz für 27.000 Studenten bieten. Die Gesamtkosten betragen 490 Millionen Euro zuzüglich 46 Millionen Euro Einrichtungskosten.


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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-11 10:57:23
Letzte Änderung am 2012-05-14 11:49:29


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