• vom 08.07.2012, 14:45 Uhr

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Schutzaktion "Danube Day"

Schöne blaue Donau?



  • Lebensader verbindet 19 Länder und 81 Millionen Menschen.

Die Donau  verbindet 19 Länder und 81 Millionen Menschen. - APAweb / Robert Jäger

Die Donau verbindet 19 Länder und 81 Millionen Menschen. APAweb / Robert Jäger

Wien. Am 29. Juni 1996 wurde in Sofia das Donauschutzübereinkommen von zwölf Staaten inklusive Österreich unterzeichnet. An dieses Ereignis erinnert der jährlich an diesem Tag stattfindende "Danube Day". Ziel war von Beginn an in erster Linie, der Bevölkerung den grenzüberschreitenden Lebensraum näher bringen. Heute bewohnen die 801.463 Quadratmeter große Einzugsfläche rund 81 Millionen Menschen, erfuhr man am Mittwoch bei einer Bilanz des diesjährigen "Danube Day".

Der grenzüberschreitende Aktionstag will durch unzählige Veranstaltungen und Aktionen Zeichen setzen und Weichen stellen. Dabei sollen möglichst viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht werden. Hierzulande sind für dieses Projekt Lebensministerium, Stadt Wien und die Wiener Wasserwerke verantwortlich, mit Unterstützung von Infrastrukturministerium und via donau. Der Alpenrepublik kommt diesbezüglich zur Zeit eine besondere Verantwortung zu, da Österreich den Vorsitz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) innehat.

Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) verwies auf die Lebensqualität in Wien, zu der der insgesamt 2857 Kilometer lange Fluss nicht unwesentlich beitrage. Ihre Lieblingsstelle sei ein "ruhiges Platzerl auf der Donauinsel". "Die Donau ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsweg, sondern auch ein einzigartiges Ökosystem", betonte Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ). Über 300 Vogelarten sind im Donauraum beheimatet; allein Österreich kommt auf rund 52 Fischarten. Einige von ihnen - wie etwa der Huchen, "Fisch des Jahres 2012", sind allerdings gefährdet. Ihm gilt daher heuer in besonderer Schwerpunkt.

Im Rahmen der Pressekonferenz zeigte der Öko-Referent des E-Werks Wels, Werner Forstinger, Wiener Hort-Kindern an einem ganz praktischen Beispiel, welche Maßnahmen ergriffen werden: Ein Schaumodell mit lebenden Fischen und Krebsen erläuterte den interessierten jungen Zuhörern, wie eine Aufstiegshilfe für die Wassertiere funktionieren kann. Die Kiementräger stammten aus der Traun und werden in Kürze zu Neo-Wienern und hier in die Freiheit entlassen. Den Krebsen steht ein weniger erfreuliches Schicksal bevor: Sie landen irgendwo in der Bundeshauptstadt auf dem Teller.

Den Jüngsten wird in Wien noch am 9. Juli am Brigittenauer Sporn ein Abenteuerspiel rund um den Lebensraum Donau geboten: Beim wienXtra-ferienspiel können Kinder von sechs bis zehn Jahren "Negrellis verborgene Schätze" bei freiem Eintritt entdecken. Auf dem 64 Meter langen ehemaligen Donau-Steintransportschiff Schiff MS Negrelli werden nicht nur eine Ausstellung zur Donau und eine Sonderschau gezeigt, Besucher können auch innovative Objekte zum Flussgewässermonitoring kennen lernen, ein riesiges Donau-Puzzle zusammensetzen und sich vor einem Donaufisch fotografieren lassen.




Schlagwörter

Wien, Donau

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-04 14:46:38
Letzte Änderung am 2012-07-05 17:18:35


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