• vom 06.07.2012, 13:58 Uhr

Stadtleben

Update: 06.07.2012, 16:46 Uhr
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Drei Häuser geräumt

Kühlanlage angebohrt: Großeinsatz



  • Ätzende Substanz trat aus.
  • Ein Arbeiter leicht verletzt.

Bei Sanierungsarbeiten in Wien-Hernals ist am Freitag offenbar eine einbetonierte Kühlanlage angebohrt worden. Dabei trat eine zunächst unbekannte Substanz aus, ein Arbeiter wurde leicht verletzt. - APAweb / Herbert Pfarrhofer

Bei Sanierungsarbeiten in Wien-Hernals ist am Freitag offenbar eine einbetonierte Kühlanlage angebohrt worden. Dabei trat eine zunächst unbekannte Substanz aus, ein Arbeiter wurde leicht verletzt. APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien. Der Austritt einer ätzenden Substanz in Wien-Hernals hat am Freitagnachmittag zu einem Großeinsatz mit mehr als zwanzig Fahrzeugen von Feuerwehr, Polizei und Wiener Rettung geführt. In der Lacknergasse 35 wurden bei Sanierungsarbeiten im Keller Teile einer einbetonierten Kühlanlage angebohrt. Von der Feuerwehr wurden drei Häuser präventiv geräumt und zwei weitere kontrolliert. Ein 21-Jähriger Arbeiter atmete die Substanz ein und "wurde an Ort und Stelle erstversorgt und in häusliche Pflege entlassen", berichtete Roland Packert, Sprecher der Wiener Rettung.

Einige Bewohner der zwei angrenzenden Gebäude konnten wenig später zurück in ihre Häuser, hieß es vonseiten der Wiener Berufsfeuerwehr. Ob die Bewohner des betroffenen Objekts auch zurück dürfen, war drei Stunden nach Beginn des Einsatzes noch nicht geklärt. Über den Zwischenfall war die Behörde gegen 13 Uhr informiert worden. Nachdem festgestellt wurde, dass Gefahr nur in unmittelbarer Nähe der Flüssigkeit besteht, begann die Feuerwehr mit dem Abbau und der Entsorgung der Kühlanlage, die zu einer ehemaligen Fleischerei gehören dürfte.

Kein Ammoniak
Die Substanz, die sich in einem etwa 20 Liter Flüssigkeit fassenden Behältnis befand, sei ätzend und habe einen pH-Wert zwischen 2 und 3. Jedenfalls handle es sich nicht um Ammoniak. Näheres müssten weitere Untersuchungen klären, betonte Einsatzleiter Friedrich Brohs im weißen Schutzanzug, der feucht vom "Wasservorhang" war. Dieser wurde am Ausgang des Gebäudes angebracht wurde, um weitere Dämpfe am Austritt zu hindern.

Anfangs ging man noch von einer angebohrten Gasleitung aus. "Wien hat Glück gehabt", so Packert gegenüber der APA. Die Wiener Rettung ist jedenfalls unverzüglich mit den vier Fahrzeugen des Katastrophenzugs und mit drei Rettungstransportern ausgerückt. Eine evakuierte, ältere Rollstuhlfahrerin wurde in einem dieser klimatisierten Fahrzeuge untergebracht. Während des Einsatzes war die Kreuzung Blumengasse-Lacknergasse für den Verkehr gesperrt.

Im Februar hatte ein Ammoniak-Austritt bei einer Wiener Kühlfirma für Aufregung gesorgt. Aufgrund der austretenden Chemikalie in der Baumgasse im Bezirk Landstraße war die Umgebung teilweise evakuiert worden. Insgesamt 62 Personen wurden medizinisch behandelt, sie klagten über Augenschmerzen und Atem.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-06 13:59:54
Letzte Änderung am 2012-07-06 16:46:28


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