Wien.

Planung in vollem Gange
So plant die Betriebsgesellschaft Gschwandner mit Geschäftsführer Oliver Jauk eine Erneuerung des Palais. Das denkmalgeschützte Gschwandner soll alte Werte wiedererlangen und die Wiener in die Außenbezirke locken. Die drei ursprünglichen Festsäle, die in Verbindung bis zu 1300 Personen fassen können, sollen nach alten Plänen renoviert werden. Baubeginn ist für 2013 geplant. Die Baupläne sollen dieser Tage an die Baubehörden ausgeschickt werden. Christopher Jauk bemerkt, dass die Stadt Wien positive Signale gibt, sowohl für die Genehmigung, als auch die Förderungen. Über deren Ausmaß wird gerade verhandelt, jedoch wird über Finanzierungspläne bislang geschwiegen.

In Zusammenarbeit mit BWM Architekten und Partner unter der Leitung von Erich Bernard soll rund um das historische Gschwandner eine "gastronomische Klammer" entstehen, erläutert Jauk.
Neuer Kulturort
Ziel ist die Wiederbelebung der Tradition. So soll ein österreichisches Wirtshaus vorhanden sein, aber ebenso ist ein kulinarischer Mix vom "Schwarzen Meer bis nach Mexiko" geplant. Das alles mit niedriger Preisstruktur. Aber nicht nur Kulinarisches soll im Gschwandner geboten werden, auch ein kultureller Augen- und Ohrenschmaus ist geplant. Derzeit findet eine Zwischennutzung im Etablissement statt, zum Beispiel für Veranstaltungen wie Impulstanz 2012. Nach dem Umbau sind im Gschwandner wieder regelmäßige Kulturveranstaltungen geplant, sowohl für Jazzfestivals, Wiener Festwochen als auch Projekte für Kulturschaffende des 17. Bezirks. Ebenso soll der Durchgang von Geblergasse Richtung Hernalser Hauptstraße wieder eröffnet werden.
Nicht nur eine konsumfreie Zone wird es geben, geplant ist auch die Integration der Kinder in das Programm, erzählt Oliver Jauk.
Für die Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) ist das Gschwandner ein "kleines Juwel, dessen Revitalisierung den Bezirk aufwerten würde". Sie begrüßt die neue Veranstaltungsmöglichkeit, die mit dem Gschwandner kommt. Dass sich die Anrainer über Lärm- oder Verkehrsbelästigung beschweren könnten, glaubt Pfeffer nicht.
Das historische Palais soll ein Ort der Kultur und Entspannung werden, Ziel ist es nach, rund 60 Jahren Pause die Wiener Kultur von der Innenstadt in die Vorstadt zurückzutragen.