• vom 19.09.2012, 11:07 Uhr

Stadtleben

Update: 19.09.2012, 17:09 Uhr
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Wiens US-Demokraten bringen sich in Schwung

"Swingin' for Obama"



  • Wahlkampfstimmung im Wiener Metropol.

Der echte Obama konnte nicht ins Metropol kommen, er besuchte David Letterman in dessen Late-Night-Show. - APAweb / Reuters / Kevin Lamarque

Der echte Obama konnte nicht ins Metropol kommen, er besuchte David Letterman in dessen Late-Night-Show. APAweb / Reuters / Kevin Lamarque

Wien. John Kerry hat noch nicht ausgedient. Gemeinsam mit Hillary Clinton weist der 2004 gegen George W. Bush unterlegene demokratische Präsidentschaftskandidat den abendlichen Gästen den Weg zur Registrierung für die US-Präsidentschaftswahlen - als Pappkamerad. "Swingin' for Obama" lautete die Devise, unter der sich am Dienstagabend im Wiener Metropol ein Teil der US-Community in Wien einfand, um sich gemeinsam auf einen Sieg des demokratischen Präsidenten gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney einzuschwören - und sich gut zu unterhalten.

"Vote from abroad" lautet die Botschaft - wählen aus dem Ausland: Zehntausende US-Bürger leben in Europa, wie viele es in Österreich sind, kann Stanley Hale von den "Democrats Abroad Austria" nicht genau beantworten, "weil sich das durch die vielen internationalen Organisationen laufend ändert". Der pensionierte Bratschist der Wiener Staatsoper lebt selbst seit Jahrzehnten in Wien und engagiert sich hier für die Auslandsorganisation der US-Demokraten: 25 Delegierte haben die Auslandsdemokraten auch diesmal wieder zum Parteitag in Charlotte im US-Staat North Carolina geschickt.

Um in den USA wählen zu können, reicht es aber nicht, Staatsbürger zu sein, man muss sich auch als Wähler registrieren lassen. Auch das können die Besucher des "Metropol": bei John Kerry und Hillary Clinton liegen vor dem Saal die Formulare auf.

Drinnen wartet dann der POTUS (Kurz für "President Of The United States") höchstselbst - allerdings auch aus Pappe. Von der Bühne kommt Musik aus allen Ecken und Enden des Spektrums, durchsetzt mit Bekenntnissen für Barack Obama, über dessen Qualitäten man sich naturgemäß mit dem Publikum einig ist. Ob es der Apachenhäuptling Reuben J. Silverbird ist, der den Abend mit einer musikalischen "Segnung" auf seiner Flöte einleitet, ob von der Bühne Funk, Soul oder Blues kommt, die Botschaft ist klar: Gehet wählen - und wählet Obama.

Die T-Shirts mit der entsprechenden Aufforderung werden allerdings nur an US-Bürger verkauft, weil die amerikanische Wahlbehörde Kandidaten verbietet, Spenden von Nicht-Staatsbürgern anzunehmen. Doch die begeistert im Rhythmus swingende junge Dame weiß Rat: "Wenn sie einem Amerikaner das Geld geben..."

Sollte Barack Obama am 6. November entgegen den meisten aktuellen Umfragen doch das Nachsehen haben, wird es nicht am mangelnden Enthusiasmus seiner Wiener Gefolgschaft gelegen sein. "Solid as a rock" sang das Duo Ashford/Simpson höchst erfolgreich in den 80ern - die Festgemeinde im Metropol verabschiedete sich voneinander mit einer adaptierten Version: "Solid as BARACK..."




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-19 11:08:12
Letzte Änderung am 2012-09-19 17:09:21


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