Wien. (bs/rös) An allen Ecken und Enden der Stadt wird gebaut. Neben den Großbaustellen am Hauptbahnhof, am Campus der WU im Prater, für die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 oder für die Seestadt Aspern gibt es noch einige kleinere Baustellen. Zwei davon wurden am Dienstag präsentiert, für eine weitere - an den Fassaden des Wiener Rathauses - wurde der Startschuss gegeben.
Am Bahnhof Wien-Mitte wird noch einige Zeit gehämmert und gebohrt werden. Doch die Bauarbeiten für das Finanzzentrum Wien-Mitte (FZWM) in der Marxergasse 4 neigen sich dem Ende zu. Schon im Dezember werden sieben Wiener Finanzämter an den neuen Standort zusammengelegt. Das Infocenter im Erdgeschoß soll bereits am 10. Dezember seine Pforten öffnen.
Zentralisieren hilft sparen
Sinn der Zusammenlegung in ein neues Finanzzentrum Wien-Mitte sei es, Ressourcen einzusparen: "An den neun Standorten hatten wir einen Flächenumfang von 65.000 Quadratmetern. Künftig finden wir mit 35.000 Quadratmetern das Auslangen", hob Hans-Georg Kramer, Generalsekretär im Finanzministerium hervor. Die bisherigen Gebäude, deren Bau teilweise noch bis vor die Gründerzeit zurückreichte, wären auf Dauer zu teuer geworden. Umbauarbeiten für einen barrierefreien Zugang hätten einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet. So habe man sich für einen neuen Standort mit guter Verkehrsanbindung entschieden.
Damit folgt man offensichtlich dem Modell der Stadt Wien, wo etwa die Baupolizei aus den Bezirken herausgenommen und an einem Standort zusammengefasst wird. Oder der Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds, der noch heuer von fünf Standorten in einer Zentrale im 2. Bezirk zusammengefasst wird.
Die Übersiedelung der Finanzämter ist zeitlich in drei Etappen aufgeteilt: Bis 10. Dezember werden die Finanzämter mit den Zuständigkeiten für die Bezirke 4, 5 und 10 bzw. 8, 16 und 17 sowie das Finanzamt für die Bezirke 9, 18, 19 und Klosterneuburg in das neue Gebäude direkt über dem Bahnhof Wien-Mitte einziehen. Nur eine Woche später folgen die Finanzämter für die Bezirke 3, 11 und Gerasdorf, für die Bezirke 6, 7 und 15 sowie für die Bezirke 1 und 23. Bis März 2013 soll die Zusammenlegung abgeschlossen sein: Auch das Finanzamt für die Bezirke 12, 13, 14 und Purkersdorf, das Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel sowie der Bereich Großbetriebsprüfung werden dann ihre neuen Büroräumlichkeiten bezogen haben.


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