
Wien. Angesichts der Platznot in ihren jeweiligen Häusern forcieren die Direktoren von Kunst- (KHM) und Naturhistorischem Museum (NHM), Sabine Haag und Christian Köberl, ihre Pläne für eine unterirdische Verbindung der beiden Gebäude. Die Idee kam erstmals bereits vor 20 Jahren auf. Nun sieht eine neue Studie von Architekt von Manfred Wehdorn ein "unterirdisches Wegkreuz" zwischen NHM, KHM und dem Museumsquartier vor.
Hallen für Sonderausstellungen
Durch die Unterkellerung sollen die beiden historischen Museen unter anderem je 1200 Quadratmeter große Hallen für Sonderausstellungen und zusätzliche Depotflächen erhalten. Die Errichtung soll laut Bericht 90 Millionen Euro kosten, der Betrieb 1,6 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig erwartet Köberl aber bis zu 20 Prozent mehr Besucher. "Wir hätten ja viel mehr herzuzeigen - und die Besucherführung würde weit effizienter", wird NHM-Direktor Köberl zitiert.
Von der Burghauptmannschaft sollen Haag und Köberl nach einer Präsentation des Projekts ebenso wie von den Bundesgärten bereits positive Rückmeldungen zu ihren Plänen erhalten haben. Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) nennt das Wehdorn-Modell in einer Stellungnahme gegenüber der APA "eine interessante Projektidee". Ob es realisiert werden könnte, will sie nicht sagen. Dazu sei es "noch zu früh".