• vom 24.09.2009, 19:22 Uhr

Stadtleben

Update: 24.09.2009, 19:23 Uhr

Opposition will Nacht-U-Bahnen am Wochenende




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  • Emotionaler Streit der Parteien im Wiener Gemeinderat.
  • Für die SPÖ reichen die Nachtbusse aus.
  • Wien. (vw) Sehr emotional wurde am Donnerstag im Gemeinderat über das Thema "Am Wochenende: U-Bahn rund um die Uhr" diskutiert. Die Oppositionsparteien schlugen unterschiedliche Varianten vor - etwa U-Bahnen rund um die Uhr oder lediglich eine Verlängerung bis zwei Uhr. Die SPÖ lehnte die Ideen aus Kostengründen ab.

Das Hauptargumente der ÖVP für die Verlängerung des U-Bahnbetriebes sind die Umweltfreundlichkeit: "Man hat 100 Prozent Mobilität bei null Prozent Emissionen", meinte Wolfgang Gerstl. Außerdem würde es sich um nur 2,9 Prozent mehr Betriebsleistung handeln und dies sei für die Stadt ohne Probleme zu bezahlen. Nach Schätzungen von Gerstl würde die U-Bahn rund um die Uhr nur eine Million Euro kosten. In Berlin etwa sei der Nachtbetrieb am Wochenende bereits eine Selbstverständlichkeit.

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Die Grünen ziehen an einem Strang mit den Schwarzen und halten die Mehrkosten für gut investiertes Geld. "Allein für die Mehrkosten des Skylinkbaus am Wiener Flughafen, könnte die U-Bahn 150 Jahre an den Wochenenden nachts fahren", rechnete Christoph Chorherr vor. Für FPÖ-Gemeinderat Herbert Madejski reicht ein erweiterter Betrieb: "Bis zwei Uhr - das macht Sinn." Beanstandet wurde von der FPÖ der derzeitige Nachtverkehr: So habe die S-Bahn keine optimale Linienführung und Busse an den Stadtrand würden fehlen.

SPÖ-Gemeinderat Karlheinz Hora bezeichnete die Debatte als "Sommerlochthema". Die Nachtbuslinien würden ausreichen. Außerdem seien die Kosten für den U-Bahn-Nachtbetrieb deutlich höher als die von der Opposition genannten.

Kontrollamt wird prüfen

Weiteres Thema im Gemeinderat war die Kostensteigerung bei der Generalsanierung der Zentralfeuerwache von 38 auf 50 Millionen Euro. Jetzt wird das Kontrollamt eingeschaltet: ÖVP und Grüne haben am Donnerstag einen entsprechenden Prüfantrag mit der Unterschrift von 14 Abgeordneten eingebracht, um nicht von der Zustimmung SPÖ abhängig zu sein.

Kritisiert wurde auch die geplante Unterstützung von 600.000 Euro für das Jackson-Tribute, das am Samstag vor Schönbrunn hätte stattfinden sollen. Bürgermeister Michael Häupl verteidigte die Subventionspläne: Das Konzert wäre "sehr interessant" gewesen, "wäre es seriös vorbereitet und ordentlich organisiert werden". Letztendlich sei aber kein Cent irgendwohin geflossen, betonte Häupl.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2009-09-24 19:22:38
Letzte Änderung am 2009-09-24 19:23:00



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