• vom 02.03.2015, 19:00 Uhr

Stadtleben

Update: 02.03.2015, 21:41 Uhr

Mtterschulen

Extreme Muttersöhnchen




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  • In Wien starten erstmals "Mütterschulen" um Eltern zu helfen die ersten Anzeichen einer potenziellen Radikalisierung ihrer Kinder zu erkennen und damit umzugehen.

Prävention steht bei den Mütterschulen im Vordergrund wie die Frauenaktivistinnen Munawar Sultana, Archana Kapoor, Sozialmininister Rudolf Hundstorfer, Vereinssprecherin Edit Schlaffer, FrauenministerinGabriele Heinisch-Hosek und Expertin Tasneem Ahmar (v.l.n.r.) am Montag erklärten. - © BMASK

Prävention steht bei den Mütterschulen im Vordergrund wie die Frauenaktivistinnen Munawar Sultana, Archana Kapoor, Sozialmininister Rudolf Hundstorfer, Vereinssprecherin Edit Schlaffer, FrauenministerinGabriele Heinisch-Hosek und Expertin Tasneem Ahmar (v.l.n.r.) am Montag erklärten. © BMASK

Wien. Im Kampf gegen die Radikalisierung von Jugendlichen ist nun auch in Österreich eine sogenannte Mütterschule gestartet worden. Frauen erhalten dabei notwendige Informationen, um als "Frühwarnsystem" fungieren zu können und ihre Kinder vor radikalen Einflüssen zu schützen, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz des Vereines Frauen ohne Grenzen in Wien.

"Die erste Abwehrfront ist zu Hause, hier werden die ersten Signale einer möglichen Radikalisierung sichtbar", erklärte Edit Schlaffer vom Verein Frauen ohne Grenzen. Bei der Bekämpfung der Radikalisierung ginge es darum, eine "Schieflage in der Gesellschaft" zu thematisieren. "Es geht um Jugendliche, die es nicht schaffen, Fuß zu fassen - das können auch "eingeborene" Österreicher sein. Im Grunde sind alle jungen Menschen betroffen, an denen die Chancen des Staates vorbeigehen", betonte sie.


Speziell an Elternabenden an sogenannten Brennpunktschulen, also Orten, an denen derartige Konflikte häufiger auftauchen, möchte man betroffene Eltern ab heute ausfindig machen. Danach wird die erste Gruppe mit etwa 15 Müttern gestartet. Über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten werden sie einmal wöchentlich von speziell ausgebildeten Trainern und Trainerinnen unter anderem mit Techniken zur Früherkennung von Radikalisierung oder der konstruktiven Dialogführung mit Kindern vertraut gemacht. "Wir sprechen nicht Mütter von Jihadisten an, wir sprechen alle besorgten Mütter und auch Väter an", meinte Schlaffer. An bisherigen Informationsabenden hätten sich nämlich auch Väter interessiert gezeigt.

Das Konzept der Mütterschulen gegen Extremismus wurde bereits im Jahr 2012 von Frauen ohne Grenzen entwickelt. Bisher wurde es in fünf von Terror betroffenen Ländern, darunter Pakistan, Indonesien, Nigeria und Indien, getestet. Rund 800 Mütter wurden nach ihren Angaben dabei sensibilisiert.

"Frauen sind durch die Mütterschulen proaktiver, reden mehr mit ihren Kindern und stellen Fragen, ohne sie zu kontrollieren. Sie wurden mit Selbstvertrauen und Würde ausgestattet und trauen sich nun zu fragen, was mit ihren Kindern los ist", zieht Archana Kapoor, die für Mütterschulen in Indien und Kaschmir zuständig ist, Resümee. In den Seminaren werde den Frauen eine wichtige Plattform geboten, um Erfahrungen zu teilen, miteinander zu sprechen und Gleichgesinnte zu finden.

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Dokument erstellt am 2015-03-02 18:02:37
Letzte nderung am 2015-03-02 21:41:04




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