• vom 02.07.2015, 17:32 Uhr

Stadtleben


Jüdische Gemeinde

Wiener Oberrabbiner geht in Pension




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (26)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Alexia Weiss

  • Nachfolge für Wien wird nun ausgeschrieben.

Eisenberg ist seit 1983 Oberrabbiner der IKG in Wien.

Eisenberg ist seit 1983 Oberrabbiner der IKG in Wien.© Puiu Eisenberg ist seit 1983 Oberrabbiner der IKG in Wien.© Puiu

Wien. Vor wenigen Tagen feierte Paul Chaim Eisenberg, seit 1983 Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien und seit 1988 auch Oberrabbiner des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs, seinen 65. Geburtstag. Nachdem in der jüdischen Gemeinde in den vergangenen Monaten bereits gerüchteweise diskutiert worden war, ob er dies zum Anlass nehmen würde, in Pension zu gehen, informierte er nun den Kultusvorstand über seine Entscheidung: Paul Chaim Eisenberg wird mit Jahresende als Oberrabbiner von Wien in Pension gehen. Die Funktion als Oberrabbiner von Österreich werde er aber weiterhin wahrnehmen, wie IKG-Präsident Oskar Deutsch am Donnerstag in einem Newsletter seiner Fraktion Atid mitteilte. Die Position des Oberrabbiners für die Wiener Gemeinde wird nun ausgeschrieben. Dieser soll mit Beginn 2016 sein Amt antreten.

Deutsch würdigte Eisenberg vor allem als Brückenbauer. Eisenberg habe in den 35 Jahren, die er für die Wiener jüdische Gemeinde tätig sei, maßgeblichen Anteil daran gehabt, die Gemeinde wiederaufzubauen. "Als Rabbiner und religiöses Oberhaupt zeichnen ihn sein Humor, seine Menschlichkeit und sein integratives Wirken aus. Paul Chaim Eisenberg versteht es wie kein anderer, Brücken zu bauen, auch Unangenehmes mit einem Witz zu entschärfen und den Menschen in unserer Gemeinde (auch jenen, die nicht zu den regelmäßigen Tempelbesuchern zählen) das Gefühl zu geben, Teil dieser Gemeinde zu sein."

Werbung

Paul Chaim Eisenberg wurde am 26. Juni 1950 in Wien geboren. Sein Rabbinatsstudium absolvierte er in Jerusalem. Nach dem Tod seines Vaters Akiba Eisenberg 1983, dem damaligen Oberrabbiner der Wiener Gemeinde, übernahm er von diesem das Amt. Eisenberg tritt auch immer wieder als Sänger auf, zuletzt im Rahmen eines Konzerts des Wiener Jüdischen Chors im Volkstheater sowie des Festivals der jüdischen Kultur der IKG Wien.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-07-02 17:35:05




Zwischennutzung

Die kreative Vorhut der Investoren

Noch dieses Wochenende hat der Weihnachtsmarkt im Stall geöffnet. - © creau Wien. Zum Glück waren es keine Schweine. Angie Schmied und Lukas Böckle stehen in dem ehemaligen Stallgebäude und schnuppern... weiter




Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Fleischerei

Ausgeblutet

Nach vier Generationen Familienbetrieb ist es mit Trünkel im April 2017 vorbei. - © Arnold Burghardt Wien. Es ist ein schwarzer Tag für die Wiener Fleischerbranche, ein weiterer. Das Gerücht, dass Trünkel die neun der ursprünglich 25 Filialen im April... weiter





Wiener Prater

Die Erben der Zaubermeister

Franz Steidlers Bauchrednerpuppe steht jetzt im Circus- und Clownmuseum. - © Circusmuseum Wien. "Sebastian von Schwanenfeld, Basilio Calafati und Anton Kratky-Baschik: Das sind drei legendäre Zaubererkünstler... weiter




Prater

Erstes Kino als Kunstform

- © Kadotheum Wien Wien. "Karl Juhasz war das Gegenteil vom Hutschenschleuderer Liliom", meint Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums... weiter




250 Jahre Wiener Prater

Mit Courage und Löwenherz

- © Clownmuseum Wien. "1966 gab es im Prater mehrere Gründe zum Feiern", erzählt Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums, 50 Jahre später... weiter






Werbung


Werbung