• vom 11.12.2015, 20:31 Uhr

Stadtleben

Update: 14.12.2015, 14:50 Uhr

Chanukka

Chanukka-Feier im Rathaus




  • Artikel
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Alexia Weiss

  • Häupl betont gutes Miteinander der Religionen in Wien.

- © Stanislav Jenis

© Stanislav Jenis

Wien. Seit einigen Jahren lädt Wiens Bürgermeister Michael Häupl die jüdische Gemeinde jeden Winter zum Chanukka-Feiern ins Rathaus: Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg zündete am Donnerstag die Kerzen, danach wurde vom Kinderchor des Stadttempels und Oberkantor Shmuel Barzilai das traditionelle Chanukka-Lied "Maos Zur" angestimmt. Traditionell auch die süße Verlockung: Gereicht wurden Sufganjot - auf gut Wienerisch Krapfen.

Das jüdische Lichterfest erinnert an das Wunder nach der Zerstörung des Tempels bei dessen Wiedereinweihung 164 v. Chr.: Öl, das nur ausgereicht hätte, um die Menora einen Tag lang leuchten zu lassen, sorgte schließlich acht Tage lang für Licht - genau so lange, bis neues Öl hergestellt werden konnte. Der Chanukka-Leuchter hat daher acht Arme (und eine Dienerkerze) und gegessen werden Speisen, die in Öl herausgebacken werden.


Als größten Wunsch für 2016 formulierte Häupl, "Frieden in der Welt zu schaffen" - Europa stehe aktuell vor der großen Herausforderung, Menschen die vor den Mörderbanden des IS und dem Verhungern in den Lagern in der Kriegsregion fliehen, zu helfen - Letzteres übrigens "eine Schande für die Welt". Diese sei gefordert, für ein Ende der Kriege in Syrien, dem Irak, Afghanistan, aber auch in Afrika zu sorgen. Oskar Deutsch, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien, betonte ebenfalls, "das Wichtigste für nächstes Jahr wird es sein, dass es Frieden gibt". Die Politik sei gefragt, die bestehenden Krisen zu lösen.

Stolz ist Häupl, dass es in Wien ein gutes Miteinander der verschiedenen Religionen gebe. "Das trägt auch zum sozialen Frieden in der Stadt bei", wie er gegenüber der "Wiener Zeitung" betonte. Denn: "Wenn sich die Religionsgemeinschaften streiten, schlägt sich das auch auf das Zusammenleben der Menschen nieder." Diese Woche leuchte die Chanukkia und es gebe im laufenden Advent verschiedene christliche Adventkränze - darunter auch ein evangelischer, der nicht nur mit den üblichen vier großen, sondern zusätzlich mit 20 kleinen Kerzen bestückt ist, im Haus. Die Muslimen seien wiederum zum Fastenbrechen zu Gast im Rathaus.




Schlagwörter

Chanukka, Judentum, Religion

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-12-11 17:56:06
Letzte ─nderung am 2015-12-14 14:50:05




Zwischennutzung

Die kreative Vorhut der Investoren

Noch dieses Wochenende hat der Weihnachtsmarkt im Stall geöffnet. - © creau Wien. Zum Glück waren es keine Schweine. Angie Schmied und Lukas Böckle stehen in dem ehemaligen Stallgebäude und schnuppern... weiter




Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Fleischerei

Ausgeblutet

Nach vier Generationen Familienbetrieb ist es mit Trünkel im April 2017 vorbei. - © Arnold Burghardt Wien. Es ist ein schwarzer Tag für die Wiener Fleischerbranche, ein weiterer. Das Gerücht, dass Trünkel die neun der ursprünglich 25 Filialen im April... weiter





Wiener Prater

Die Erben der Zaubermeister

Franz Steidlers Bauchrednerpuppe steht jetzt im Circus- und Clownmuseum. - © Circusmuseum Wien. "Sebastian von Schwanenfeld, Basilio Calafati und Anton Kratky-Baschik: Das sind drei legendäre Zaubererkünstler... weiter




Prater

Erstes Kino als Kunstform

- © Kadotheum Wien Wien. "Karl Juhasz war das Gegenteil vom Hutschenschleuderer Liliom", meint Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums... weiter




250 Jahre Wiener Prater

Mit Courage und Löwenherz

- © Clownmuseum Wien. "1966 gab es im Prater mehrere Gründe zum Feiern", erzählt Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums, 50 Jahre später... weiter






Werbung


Werbung