• vom 06.07.2016, 09:00 Uhr

Stadtleben

Update: 06.07.2016, 10:02 Uhr

Bewegung

Spielplatz für alle Generationen




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Von Pia Feiel

  • Im Sonnwendviertel wird am Freitag der zweite Motorikpark Wiens eröffnet.

- © Jasmin Ziegler

© Jasmin Ziegler

Wien. Sonnenschein mit leichter Bewölkung bei 25 Grad: Die Wetterprognose für Freitag passt perfekt zur geplanten Eröffnung des zweiten Wiener Motorikparks auf dem Areal des Sonnwendviertels im 10. Bezirk. Mit dem neuen Spielplatz für Jung und Alt wird am 8. Juli ab 10 Uhr der erste Teilbereich des Helmut-Zilk-Parks geöffnet. Der Motorikpark soll die Wiener zu einem gesünderen und vor allem aktiveren Lebensstil motivieren. Auf rund 1400 Quadratmetern können bei mehr als zehn Stationen die eigenen körperlichen Grenzen ausgelotet werden - in Bezug auf Ausdauer, Kraft, Geschicklickeit und Gleichgewichtssinn - und zwar völlig gratis.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt stand für den Sportwissenschafter Roland Werthner, der bereits mehrere Motorikparks entwickelt hat, vor allem der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Er will durch ansprechende Gestaltung der Parks und der einzelnen Geräte allen Generationen die Bewegung im Freien schmackhaft machen. "Freudvolle und spielerische Bewegung und entsprechende Angebote sind nicht nur für Kinder wichtig", betont Werthner.

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Aus sportwissenschaftlicher Sicht macht das durchaus Sinn: Wer sich bewegt, kann zahlreichen Zivilisationskrankheiten vorbeugen, und wer an der Bewegung auch noch Freude hat, kann diese positive Wirkung sogar noch steigern. Deshalb, so Werthner, sollte jede Gemeinde und jede Stadt ihren Einwohnern einen Motorikpark zur Verfügung stellen.

Motorikparks finden Anklang

Dass auch die Wiener durchaus Freude daran haben, sich an den verschiedenen Geräten auszutoben, zeigt der starke Andrang auf den ersten Wiener Motorikpark, der seit Mai 2015 im 22. Bezirk in Betrieb ist. Auf mehr als zwei Hektar (20.000 Quadratmetern) haben hier alle die Möglichkeit, an 23 verschiedenen Stationen mit klingenden Namen wie "Different Walking" oder "Spinnennetz" und einem 600-Meter-Laufparcours ihren Bewegungsdrang auszuleben. Und der ist unter den Stadtbewohnern offenbar groß: Genaue Zahlen gibt es zwar nicht, da keine Eintrittspreise verlangt werden, aber besonders an warmen Tagen ist der Parkplatz gut gefüllt. Betrieben und beaufsichtigt wird der Park von der gemeinnützigen GmbH "Good for Vienna". Diese ist zur Gänze Eigentum der Stadt Wien und auch verantwortlich für das benachbarte Tierquartier.

Auch wenn beiden Motorikparks dasselbe Konzept von Werthner zugrunde liegt, sind sie aufgrund verschiedener räumlicher Gegebenheiten unterschiedlich aufgebaut: Wegen des begrenzten Platzangebots im neuen Park im Sonnwendviertel finden sich dort andere Geräte. Die im 22. Bezirk besonders beliebte Trampolinstrecke wird es deshalb nicht geben, und auch der Kitesurf-Simulator - eine Konstruktion mit einem Durchmesser von mehr als 20 Metern - war im 10. Bezirk nicht umsetzbar. Der Fokus liegt daher vor allem auf Balance- und Geschicklichkeitsstationen, die auch mit wenig Raum auskommen.

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Dokument erstellt am 2016-07-05 16:29:13
Letzte nderung am 2016-07-06 10:02:06




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